Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt.
Mit den nun bewilligten EU-Mitteln fließt erstmals konkrete finanzielle Unterstützung nach Bayern. Die Unwetter Anfang Juni 2024 hatten in Süddeutschland massive Schäden verursacht. Besonders betroffen war neben Baden-Württemberg auch der Freistaat Bayern.
Noch offen ist jedoch, ob auch der Bund Hochwasserhilfen nach Bayern überweist. Nach Angaben des Finanzministeriums habe sich der Bund „Entgegen seiner mehrfachen Hilfszusagen“ bislang nicht an den Kosten beteiligt.
Im Juni 2024 hatten heftige Starkregenfälle zu einer teils verheerenden Hochwasserkatastrophe geführt. In ganz Süddeutschland entstanden Schäden von mehr als 4,1 Milliarden Euro. Allein in Bayern summierten sich die Schäden auf rund 1,8 Milliarden Euro.
Die Staatsregierung hatte mehrfach betont, dass der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) finanzielle Zusagen gemacht habe. Ob und wann entsprechende Mittel aus Berlin tatsächlich fließen, ist weiterhin unklar.
dpa / MF