Do., 14.09.2023 , 12:12 Uhr

Wahlen am 08. Oktober

Bayerische Landtagswahl: Wahl-O-Mat gibt Entscheidungshilfe

Dreieinhalb Wochen vor der bayerischen Landtagswahl startet der Wahl-O-Mat. Das Online-Tool ist aber bei weitem nicht das einzige Angebot.

Unentschlossene Wähler in Bayern können ab sofort den Wahl–O–Mat bei der Entscheidungshilfe für die Landtagswahl am 8. Oktober nutzen. Das Web-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung wurde am Mittwoch freigeschaltet. Interessierte können hier 38 Fragen aus verschiedenen Themenbereichen beantworten und so abgleichen, welche Partei mit ihren politischen Vorstellungen übereinstimmt. Der Wahl–O–Mat errechnet zudem nach einer persönlichen Schwerpunktsetzung den Grad der Übereinstimmung mit den ausgewählten Parteien, die bei der Wahl im Freistaat antreten.

Den Wahl–O-Maten gibt es seit 2002, seitdem wurde er zu Wahlen zum Europäischen Parlament, bei Landtags- und Bundestagswahlen eingesetzt und über 110 Millionen Mal gespielt. Im Vorfeld der Landtagswahlen 2018 in Bayern wurde der Wahl–O–Mat rund 2,8 Millionen Mal genutzt. Unter anderem fragt er in diesem Jahr danach, ob die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel gesenkt werden, es längere Öffnungszeiten, mehr Sozialwohnungen oder weniger Hörfunk-Programme geben solle.

Auch andere Plattformen bieten online Entscheidungshilfe zur Landtagswahl, zum Beispiel abgeordnetenwatch.de mit dem Kandidierendencheck. Interessierte können 16 Thesen entweder zustimmen oder sie ablehnen, zum Beispiel:

«Das Tanzverbot an stillen Feiertagen (z.B. Karfreitag oder Allerheiligen) soll beibehalten werden.»

Kandidierende aus den Stimmkreisen können ebenfalls auf diese Thesen antworten – im Anschluss zeigt abgeordnetenwatch.de die Übereinstimmung mit den einzelnen Kandidaten des eigenen Stimmkreises.

Andere Anbieter setzen auf bestimmte Themenfelder, wie der PflegOMat vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. Hier stehen pflegepolitische Thesen zur Auswahl, unter anderem:

«Um dem Pflegepersonalmangel entgegenzuwirken, müssen die Rahmenbedingungen wie Personalschlüssel und Work-Life-Balance verbessert werden. Dazu gehört auch ein Bruttoeinstiegsgrundgehalt von mindestens 4 000 €.»

Der Bitkomat des Digitalverbands Bitkom legt den Schwerpunkt hingegen auf Digitalpolitik und will von Interessierten eine klare Meinung zum Beispiel zur These:

«Informatik sollte als Pflichtfach an allen weiterführenden Schulen ab Klasse 5 eingeführt werden.»


Hier kommen Sie zum Wahl-O-Mat:
www.wahl-o-mat.de/bayern2023/app/main_app.html

 

dpa / JM

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