Mi., 25.10.2023 , 16:27 Uhr

Bayerische Kliniken öffnen sich digital für Patienten

Ein großer Teil der Kliniken in Bayern will gemeinsam ein Online-Portal starten, das Patienten viele neue Kommunikationsmöglichkeiten bieten soll.

Im Mittelpunkt steht der Austausch von Untersuchungsergebnissen, wie etwa MRT-Aufnahmen oder Laborwerten. Daneben sollen Patienten auch Termine online vereinbaren oder in Videosprechstunden oder Chats Fragen stellen können. Der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Roland Engehausen, sprach bei der Vorstellung der Pläne am Mittwoch in München von einem «Leuchtturmprojekt, das bundesweit ausstrahlt».

Teilnehmen werden zunächst rund 110 Kliniken, das ist etwa ein Drittel aller Krankenhäuser in Bayern. In einer Pilotphase stellen die ersten Kliniken das neue Online-Angebot ab kommendem Sommer bereit, von Anfang 2025 an soll es dann bei allen teilnehmenden Kliniken verfügbar sein. Die Klinik IT Genossenschaft, die das Projekt mit organisiert, erwartet, dass Behandlungsabläufe nicht nur für die Patienten bequemer werden. Der Vorstand der Genossenschaft, Martin Gösele, setzt unter anderem auf Entlastung bei Verwaltungsarbeiten.

Sorgen, dass die Kliniken zusätzliche Angriffspunkte für Cyberkriminelle bieten, wenn sie sich Patienten stärker digital öffnen, seien unbegründet, sagte Stefan Schaller vom Erlanger Konzern Siemens Healthineers, der federführend die technische Umsetzung verantwortet. Schaller zeigte sich überzeugt, dass ein Verbund mehr Sicherheit bietet, als einzelne Krankenhäuser alleine für sich erreichen könnten.

Das Projekt sei vor allem durch das Krankenhauszukunftsgesetz möglich geworden, mit dem Bund und Länder bis zu 4,3 Milliarden Euro für die Modernisierung der Kliniklandschaft bereitstellen, erklärten die Initiatoren. Der Bund und der Freistaat Bayern stellten den beteiligten Kliniken für das bayerische IT-Projekt einen «unteren zweistelligen Millionenbetrag» zur Verfügung, erklärte die Klinik IT Genossenschaft. Genauer lasse sich die Summe nicht beziffern.

 

dpa

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