Mi., 13.03.2013 , 11:19 Uhr

Bayerische Geschichte gesucht!

Mehr als 250 Architektenteams aus aller Welt haben sich um den Bau des neuen Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg beworben. Demnächst fällt die Entscheidung, wer das Museum bauen wird.

In allen Ecken des Landes wird derzeit nach Exponaten aus 200 Jahren bayerischer Geschichte gesucht. Größter Erfolg der bisherigen Suchaktion: in einem oberbayrischen Bauernhof wurde das Mobiliar des alte Bayerische Landtags wiederentdeckt.

Es ist eine Mammut-Aufgabe: Bis 2018 soll das neue Museum der Bayerischen Geschichte fertiggestellt werden – rechzeitig zum 100. Geburtstag des Freistaats Bayern. Seit mehr als 50 Jahren geplant, Jahrzehnte politisch heiß umstritten und 2012 endgültig beschlossen, soll dieses Museum in der internationalen Museumslandschaft Maßstäbe
setzen.

Geplant ist ein soweit als möglich energieautarkes Museum mit insgesamt rund 3500 qm Ausstellungs- und Funktionsflächen. Auf 61 Millionen Euro werden die Baukosten geschätzt.

Bei der Zusammenstellung des Inventars gehen die Planer ungewöhnliche Wege: Via Internet, Fernsehen und Presse hat der Direktor des Hauses der Bayrischen Geschichte und Projektleiter Richard Loibl die Bürger aufgefordert, zur Bestückung beizutragen. „Wir suchen Geschichten aus den Familien, den Gemeinden und den Lebenswelten, die über Erinnerungsstücke transportiert werden – von der Pickelhaube mit Durchschuss aus dem 1. Weltkrieg bis zur Chianti-Flasche als Mitbringsel aus dem ersten Italienurlaub in den 1950er Jahren“, sagt Richard Loibl.

So manches bedeutendes Stück Geschichte hat die Suche bereits zutage gebracht: zum Beispiel das Inventar des ersten Bayerischen Landtags, das 2004 entsorgt wurde. Bis dato galt die alte Einrichtung des Parlaments, in dem, so Richard Loibl, „ab 1946 die bayerische Demokratie geschmiedet wurde“, als verschollen oder sogar zu Brennholz verarbeitet. Im Rahmen der Suche für das neue Museum ist sie wieder aufgetaucht: in der Scheune eines oberbayerischen Landwirts. Restauriert soll der Plenarsaal eine der Perlen des neuen Museums der Bayerischen Geschichte werden.

dpa 13.03.2013 

bayerische geschichte haus regensburg tva

Das könnte Dich auch interessieren

04.03.2026 Regenstauf: LKW Fahrer rastet aus Nach einem Streit wird jetzt gegen einen Lastwagenfahrer wegen Körperverletzung ermittelt. 04.03.2026 Hemau: Gewehr fällt vom Hochsitz - Jäger in Fuß geschossen Ein Jagdausflug hat für einen Jäger nach einem schweren Unfall im Krankenhaus geendet. 03.03.2026 A3 bei Regensburg: Tunnelsperrung wegen Falschfahrer Die Polizei sucht nach einem schwarzen Mercedes, dessen Fahrer in falscher Richtung unterwegs war. 03.03.2026 Regensburg: Großprojekt gestartet – Parkhaus soll Altstadt-Verkehr entlasten Mit dem ersten Spatenstich ist der Bau des neuen Parkhauses am Unteren Wöhrd offiziell gestartet. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Stadtwerk-Geschäftsführer Manfred Koller gaben am 3. März 2026 gemeinsam mit weiteren Verantwortlichen das Startsignal. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 geplant. 580 Stellplätze an der Wöhrdstraße Das neue Parkhaus entsteht direkt an der Wöhrdstraße auf