Fr., 20.04.2018 , 08:32 Uhr

Bayerische Bahnhofsmissionen: Soziale Lage hat sich verschärft

Die Zahl der Hilfesuchenden bei den Bahnhofsmissionen in Bayern ist im vergangenen Jahr gestiegen. Die soziale Lage habe sich verschärft, sagte die Landesreferentin des katholischen Verbandes IN VIA Bayern, Hedwig Gappa-Langer, der Deutschen Presse-Agentur in München zum bundesweiten Tag der Bahnhofsmissionen an diesem Samstag.

Als Ursachen nannte sie unter anderem Altersarmut, Vereinsamung sowie psychische Belastungen und Erkrankungen. Hinzu komme die Wohnungsnot. In München sei sie extrem, aber auch in größeren Städten wie Nürnberg oder Regensburg sei es schwierig, günstige Mietwohnungen zu finden.

Bayernweit gibt es 13 Bahnhofsmissionen, die überwiegend von evangelischen und katholischen Trägern gemeinsam betrieben werden. 2017 zählten sie mehr als 273 000 Kontakte mit Hilfesuchenden, davon allein rund 108 000 in München. 2016 waren die Missionsmitarbeiter in rund 268 000 Fällen gefragt, davon etwa 102 000 in München.

dpa/MF

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