Fr., 01.02.2013 , 14:32 Uhr

Baumrodungen an der Donau: Wasser- und Schifffahrtsamt begründet Aktion

Sie sorgen für Empörung bei Spaziergängern und Joggern: Die Baumfällarbeiten des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSV) an der Donau in Regensburg. Wo früher Bäume den Fluss begrünten, gibt es jetzt nur noch Baumstumpen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Regensburg erklärte die Fällaktion bei einer Pressekonferenz heute so: Früher, beim Pflanzen der Bäume, sei man da davon ausgegangen, dass diese den Damm stabiler gegen Hochwasser machen. Neue Untersuchungen des Amts zeigten aber, dass der Damm im Stadtwesten an vielen Stellen durch den Baumbewuchs nicht mehr standsicher ist. “Die Standsicherheitsberechnungen an den Dämmen in Regensburg haben zu dem Ergebnis geführt, dass die Dämme im Stadtgebiet, die sich im Zuständigkeitsbereich des WSV befinden (Schleusenkanal und Pfaffensteiner Brücke bis zum Grundwassersee), unter der Vorraussetzung standsicher sind, dass unzulässiger Bewuchs entfernt wird.” Besonders die Durchwurzelung ist laut WSV schädlich für einen Damm, da verrottete Wurzeln und Wurzelfraß zu Hohlräumen führen. Auch könne starker Wind den Dammkörper im Bereich der Baumwurzeln auflockern. Umstürzende Bäume würden zudem zu erheblichen Schwächung des Dammes führen. Das WSV müsse auf Jahrhunderthochwasser vorbereitet sein und damit strenge Vorschriften für den Hochwasserschutz erfüllen, so Rolf Diesler, Leiter des WSV Regensburg. “So wichtig der Damm auch für die grüne Lunge der Stadt ist: In erster Linie ist re in technisches Bauwerk, das die Stadt und die Menschen vor Überflutungen schützt”, so Diesler. Bis Ende Februar/Anfang März wird das WSV gemeinsam mit der Stadt Regensburg aber ein neues Pflanz-Konzept erstellen. Dieses wird aber nur Sträucher beinhalten.

JE, 01.02.2013

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