Di., 28.11.2023 , 10:36 Uhr

Bamberg / Regensburg: Anklage gegen zwölf mutmaßliche Automatensprenger erhoben

Gegen zwölf mutmaßliche Automatensprenger aus Belgien und den Niederlanden hat die Staatsanwaltschaft Bamberg Anklage erhoben. Sie sollen auch für die Sprengungen in der Oberpfalz verantwortlich gewesen sein.

Wie die Behörde am Montag mitteilte, sollen die Tatverdächtigen seit November 2021 im Bundesgebiet 27 Geldautomaten gesprengt und dabei mehr als drei Millionen Euro erbeutet haben. Die Sprengungen fanden vor allem in Baden-Württemberg und in Bayern statt. Nun muss das Landgericht Bamberg über die Anklage entscheiden.

Die Angeschuldigten sind zwischen 23 und 42 Jahre alt. Die Anklage wurde bereits im Oktober erhoben, die Vorwürfe lauten gewerbsmäßiger Bandendiebstahl, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Zerstörung von Bauwerken. Der Sachschaden liege bei 5,5 Millionen Euro, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Im Januar 2023 waren demnach bei Durchsuchungen in den Niederlanden die zwölf Haftbefehle vollzogen worden. Aufgrund von fünf Sprengungen in Oberfranken zwischen November 2021 und Oktober 2022 führte die Staatsanwaltschaft in Bamberg die Ermittlungen gegen die Gruppe.

Den Tatverdächtigen werde vorgeworfen, sich als Bande zusammengeschlossen zu haben, um Geldausgabeautomaten in Deutschland aufzusprengen und das darin aufbewahrte Bargeld zu entwenden, hieß es. Dabei sollen sie in wechselnder Besetzungen und «höchst professionell» agiert haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind im September 2023 vier weitere Haftbefehle vollzogen worden. Bei den Verdächtigen soll es sich um eine Folgegruppe handeln, die unter anderem im Juni 2023 einen Geldautomaten im Landkreis Bamberg gesprengt haben soll. Die Ermittlungen dauerten an.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

10.07.2026 Regensburg: Plädoyers in Prozess um Axtangriff in ICE Nach dem Axtangriff in einem ICE durch Niederbayern haben Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenklage ihre Plädoyers vor dem Landgericht Regensburg gehalten. Alle Verfahrensbeteiligten sprechen sich dafür aus, den Beschuldigten dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Das Urteil soll am 20. Juli fallen. Unterbringung in der Psychiatrie gefordert Dem 21-Jährigen werden versuchter Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. 08.07.2026 Regensburg: Gleich zweimal dreist – Autofahrer ignorieren Fahrverbot Gleich zwei besonders dreiste Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis haben die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg am Dienstag auf der A3 beschäftigt. Während ein 26-Jähriger unmittelbar nach seiner Anzeige erneut losfuhr, erhielt ein 40-Jähriger bereits seine 13. Anzeige wegen desselben Delikts.   Nach Anzeige sofort wieder ans Steuer Gegen 16 Uhr fiel den Beamten auf der 03.07.2026 Regensburg: SUV mit Anhänger sorgt für Stau Wie die Verkehrspolizei Regensburg bestätigt, hat es am Freitagnachmittag zwischen Regensburg Nord und Pfaffenstein einen Unfall gegeben. Beteiligt sind nach ersten Informationen ein PKW sowie ein SUV mit Anhänger. Offenbar handelt es sich dabei sogar um einen Bootsanhänger. Laut Polizei hat sich das Gespann verkeilt – in Fahrtrichtung München muss der Verkehr über die Einfädelspur 03.07.2026 Regensburg: 240.000 Euro Sachschaden nach Brandanschlag Nach dem Brandanschlag am Pfaffensteiner Wehr in Regensburg bleiben die Sportbootschleuse, die Bootsrutsche sowie der Geh- und Radweg im Bereich der Brückenunterführung bis auf Weiteres gesperrt. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Donau MDK wird die Reparatur der beschädigten Anlagen voraussichtlich vier bis sechs Wochen dauern.   Kabel vorsätzlich in Brand gesetzt Nach Angaben der