Do., 14.08.2025 , 14:32 Uhr

Baden in Bayerns Flüssen: Vergnügen mit Gefahren

Die Münchner wissen die Abkühlung in der Isar an heißen Tagen zu schätzen. Auch im Main und in der Donau wird gebadet. Doch das Vergnügen birgt Tücken: ein Überblick - samt Alternativen.

An heißen Sommertagen ist die Versuchung groß, sich in einen Fluss zu stürzen, um Abkühlung zu finden. Doch das Baden in Flüssen ist mit erheblichen Gefahren verbunden – und an vielen Stellen sogar verboten. Während klassische Flussbäder eine sichere Alternative bieten, gelten strenge Regeln für das freie Baden in Fließgewässern. Ein Überblick über die Bademöglichkeiten in Bayerns Flüssen und die wichtigsten Sicherheitsaspekte.

Traditionelle Flussbäder – etwa in Bamberg oder der Oberpfalz

In Bamberg, der fränkischen Welterbestadt, erfreut sich die Hainbadestelle an der Regnitz großer Beliebtheit. Bis zu 2.000 Besucher täglich kommen bei gutem Wetter. Die Badestelle blickt auf eine 90-jährige Geschichte zurück und wurde zuletzt 2018 saniert. Für ein kleines Nutzungsentgelt erhalten Badegäste Zugang zu Liegewiese, Kabinen, Toiletten, Spielplatz und Kiosk – mit Blick auf Altstadt und Dom.

Auch in der Oberpfalz gibt es mehrere Flussbäder: Etwa das Valentinsbad in Regenstauf, direkt am Fluss Regen gelegen, oder das Flussbad Ramspau, wo neben dem Schwimmen auch Beachvolleyball und Tischtennis möglich sind. Weitere kleinere Anlagen finden sich etwa an der Naab bei Nittendorf.

Gefahren beim Baden in Flüssen – Strömung und Schiffsverkehr

Baden in Flüssen ist riskant. Besonders dort, wo Schifffahrt betrieben wird, gelten strenge Verbote. Laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ist das Baden in einem Umkreis von 100 Metern vor und nach Brücken, im Bereich von Wehren, Schleusen und Häfen untersagt. Auch das Springen von Brücken ist verboten.

Die DLRG Bayern warnt vor starken Strömungen, kaltem Wasser und unsichtbaren Gefahren wie Treibgut oder Unterwasserhindernissen. Sprecher Andreas Rösch betont, dass Flüsse grundsätzlich weniger geeignet zum Baden sind als Seen oder Freibäder.

Tödliche Badeunfälle zeigen die Risiken

Die Gefahren sind real: Ende Juni kam in Regensburg ein 20-Jähriger ums Leben, als er in der Donau einen Ball holen wollte. Ende Juli ertrank ein 17-jähriges Mitglied eines Fußballteams bei Würzburg im Main, als er versuchte, den Fluss zu durchqueren. Beide Unfälle ereigneten sich an Stellen, an denen das Baden grundsätzlich erlaubt war.

Bademöglichkeiten am Main – mit Vorsicht zu genießen

Am Main gibt es offizielle Badestellen, etwa in Eibelstadt, Frickenhausen, Sommerhausen und Randersacker im Landkreis Würzburg oder im Landkreis Kitzingen. Das dortige Landratsamt warnt jedoch: Nach starkem Regen kann sich die Wasserqualität und Strömungsgeschwindigkeit schnell verändern. Besonders der Altmain, ein Abschnitt ohne Schiffsverkehr, wird als ruhiger Badebereich genutzt – hier sollten jedoch ausgewiesene Ein- und Ausstiegsstellen (gekennzeichnet mit der gelben Welle) beachtet werden.

Donau: Beliebte Badeplätze zwischen Regensburg und Ingolstadt

Auch an der Donau suchen viele Menschen Abkühlung. In Matting im Landkreis Regensburg oder in Regensburg selbst gibt es Badebuchten und Liegewiesen. Beliebt sind außerdem der Donau-Strand zwischen Metten und Deggendorf, der Badestrand in Neuburg an der Donau sowie Flussabschnitte bei Kelheim. Ein besonderes Event ist das jährliche Donauschwimmen in Ingolstadt, das von der Wasserwacht begleitet wird.

dpa / MF


Sicherheitstipps für Kinder im Wasser

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft informiert online über wichtige Sicherheitstipps, die man beim Schwimmen, aber auch Kiten oder Surfen beachten sollte. Wir haben hier die wichtigsten Tipps speziell für Kinder zusammengefasst:

DLRG-Sicherheitstipps für Kinder im Wasser

DLRG / MF

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