Sa., 09.05.2026 , 09:46 Uhr

Bad Gögging: Herrmann würdigt 4.500 Fußballvereine beim BFV-Verbandstag

Beim 27. Verbandstag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in Bad Gögging hat Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann die Bedeutung des Fußballs für Gesellschaft und Zusammenhalt betont. Im Mittelpunkt seiner Rede standen das Ehrenamt, hohe Fördermittel des Freistaats – aber auch deutliche Worte zur Gewalt im Fußball.

4.500 Vereine als Rückgrat der Gesellschaft

Mit Blick auf die rund 4.500 Mitgliedsvereine des BFV sagte Herrmann:

„Mit seinen rund 4.500 Mitgliedsvereinen leistet der Bayerische Fußball-Verband einen immensen Beitrag für eine fitte Gesellschaft, die zusammenhält. Die integrative Kraft des Fußballs ist für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert. Ich bitte alle Verantwortlichen deshalb darum: Hüten Sie diesen großen Schatz in unserem Land und machen Sie weiter so.“

Der Minister würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen, die „hunderttausende Stunden, aus reiner Leidenschaft für ihren Verein und den Sport“ investieren. Für ihn sei klar:

„Ein lebendiges Vereinsleben ist das Fundament für gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein starkes Bayern.“

112 Millionen Euro für den Sport

Der Freistaat Bayern unterstützt den Breiten- und Nachwuchsleistungssport weiterhin mit erheblichen Mitteln. Allein im Jahr 2025 wurden laut Herrmann rund 112 Millionen Euro bereitgestellt.

Für den vereinseigenen Sportstättenbau sind in den Jahren 2025 und 2026 jeweils mehr als 25 Millionen Euro vorgesehen. Auch der Bayerische Fußball-Verband habe von den Mittelerhöhungen profitiert: In den vergangenen drei Jahren seien insgesamt mehr als 8,7 Millionen Euro an den Verband geflossen.

Herrmann betonte:

„Angesichts der bedeutenden Rolle des Fußballs in unserem Land hervorragend investiertes Geld.“

Aufschwung im Frauenfußball

Besonders positiv hob der Sportminister die Entwicklung im Mädchen- und Frauenfußball hervor.

„Die Begeisterung für die Frauennatio­nalmannschaft und die internationalen Erfolge des Frauenfußballs, gerade der Damen des FC Bayern, haben zur Stei­gerung der Aufmerksamkeit und Sicht­barkeit beigetragen.“

Hier könne der Fußball wichtige Zeichen für Gleichberechtigung und gegen Rollenbeschränkungen setzen.

Klare Worte zu Gewalt und Pyrotechnik

Mit Sorge blickt Herrmann auf die anhaltende Gewalt rund um Fußballspiele. Als Beispiel nannte er das Bundesligaspiel zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart, bei dem rund 1.000 Personen aufeinander losgingen.

„Diese offenbar abgesprochene Massenschlägerei konnte dank des schnellen und konsequenten Einschreitens der Polizei frühzeitig unterbunden werden.“

Besonders kritisch sieht der Minister die bundesweite Zunahme von Verstößen mit Pyrotechnik. Diese berge erhebliche Gefahren durch extreme Hitze, dichten Rauch und giftige Gase.

„Das sage ich auch all jenen vermeintlichen Romantikern und Puristen für Fanchoreografien. Ich bitte daher auch alle Verantwortlichen um eine klare gemeinsame Linie.“

Gleichzeitig stellte Herrmann klar:

„Die überwältigende Mehrheit der Fußballfans ist absolut friedlich. Einzelne Gewalttäter dürfen nicht die Fußballkultur prägen oder den Spielbetrieb gefährden.“

Und weiter:

„Sicherheit im Fußball ist eine gemeinsame Aufgabe. Ohne ein deutlich verstärktes Engagement von Vereinen und Verbänden wird es keine nachhaltige Entlastung für Polizei und Sicherheitsbehörden geben.“

PM Bayerisches Staatsministerium des Innern, Sport und Integration / TVA Onlineredaktion

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