Fr., 05.07.2019 , 17:34 Uhr

B16: Verkehrssicherheit soll zügig erhöht werden

Das Staatliche Bauamt Landshut nimmt vor dem geplanten dreistreifigen Ausbau der B16 zwischen Alkofen und Lengfeld bei Bad Abbach noch einmal die Verkehrssicherheit auf diesem Streckenabschnitt ins Visier. Baudirektor Robert Bayerstorfer, Leiter des Bereichs Straßenbau, sagte am Dienstag bei einem Gespräch in Landshut mit dem Bundestagsabgeordneten und Verkehrspolitiker Florian Oßner sowie dem Bad Abbacher CSU-Ortsvorsitzenden Dr. Benedikt Grünewald und Anliegern zu, sowohl kleine bauliche als auch straßenverkehrsrechtliche (Überholverbot, Geschwindigkeitsbegrenzungen) Maßnahmen als Zwischenlösung prüfen zu lassen. Die Unfallkommission aus Polizei, Landratsamt und Staatlichem Bauamt sollte sich hier nochmals mit der Situation befassen.

„Der Ausbau ist für die Bürger ein großes Thema. Unabhängig davon, ob er kommt, muss aber schon jetzt etwas passieren. Vor allem an der Kreuzung der Straßen Am Fischbaum und Mühlweg mit der B16 kommt es immer wieder zu Unfällen und gefährlichen Situationen“, sagte Grünewald. „Wenn der B16-Ausbau erst in einigen Jahren beginnen wird, muss die Lage vorübergehend anders entschärft werden.“

Laut Bayerstorfer plant das Staatliche Bauamt seit der Vorstellung des Ausbaus im Jahr 2016 nicht aktiv an diesem Projekt, weil derzeit andere Straßenbaumaßnahmen im Fokus stehen. Damit der 3,5 Kilometer lange Abschnitt der hochbelasteten Bundesstraße (rund 13.000 Fahrzeuge täglich und 15 Prozent Schwerlastverkehr) abwechselnd um je eine Überholspur ergänzt werden kann, um die Verkehrssicherheit durch den Abbau des Überholdrucks und die Erhöhung der Reisegeschwindigkeit zu verbessern, muss erst ein Vorentwurf mit detaillierter Planung erstellt werden. Anschließend ist ein Planfeststellungsverfahren zur Schaffung des Baurechts erforderlich.

Unterführung für neue Anschlussstelle

Ein weiteres Thema war die geplante neue Anschlussstelle auf Höhe der Kreuzung B16/Am Fischbaum/Mühlweg. Sie soll durch zwei Einfädelspuren dafür sorgen, dass künftig wirklich niemand mehr links auf die Bundesstraße einbiegen kann. Dafür ist aber aktuell auch eine Überführung über die B16 geplant. Die Anlieger und Grünewald befürchten durch diese Brücke eine massive Lärmbelastung – auch mit Blick auf ein mögliches Baugebiet, das künftig beim Bad Abbacher Bahnhof entstehen könnte. „Die Gemeinde muss sich dort weiter gut entwickeln können. Große Teile Lengfelds sind bewaldet oder liegen im Wasserschutzgebiet. Dort kann sinnvollerweise kein Baugebiet entstehen“, sagte Grünewald. „Darum fordern wir aus Lärmschutzgründen eine Unterführung für die B16-Anschlussstelle.“

MdB Oßner stellte sich hinter dieses Anliegen: „Die Mehrkosten einer Unterführung können durch starke Argumente gerechtfertigt werden. Für diese Lösung spricht, dass die Entwicklungsmöglichkeiten der Kommune nicht eingeschränkt werden und damit der Wohnraummangel in der Region durch vorausschauende Siedlungsplanung gelindert werden kann.“ Wie Bayerstorfer erklärte, werden im Rahmen der Vorentwurfsplanung beide denkbaren Varianten gegenübergestellt. „Sollte sich bei den weiteren Planungen zeigen, dass der Bau einer Unterführung verhältnismäßig wäre, würden auch wir diese Variante bevorzugen. Allerdings sind dazu insbesondere Aussagen über die Grundwasserverhältnisse sowie eventuelle Beeinträchtigungen des Trinkwasserschutzgebietes ganz entscheidend. Da diese Untersuchungen noch nicht vorliegen, kann man dazu derzeit noch keine weiteren Festlegungen treffen“, so Bayerstorfer.

Bessere Geh- und Radweganbindung

Ob neben der geplanten Geh- und Radwegunterführung der B16 in Alkofen zwei weitere dieser Bauwerke für Fußgänger und Radfahrer im Bereich Am Fischbaum und auf Höhe Bahnhofstraße/Altmühlstraße in Lengfeld möglich sind, soll ebenfalls untersucht werden. „Damit könnten Kosten beim Bau der neuen B16-Anschlussstelle gespart und die Anbindung des Bahnhofs für die bestehende und die künftige Wohnbevölkerung verbessert werden“, sagte Grünewald.

Für einen bestmöglichen Lärmschutz soll beim B16-Ausbau laut Staatlichen Bauamt ein lärmmindernder Splittmastix-Asphalt verwendet werden. Außerdem wird laut Bayerstorfer sichergestellt, dass alle landwirtschaftlichen Flächen erreichbar bleiben. Im Übrigen folge der Ausbau bei Bad Abbach einem Gesamtkonzept der Bayerischen Straßenbauverwaltung, um den Verkehr durch mehrere Projekte auf der Achse Regensburg-Ingolstadt schneller und sicherer zu machen.

Der Verkehrspolitiker Oßner sicherte abschließend zu, in Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium zu klären, ob auf der B16 möglicherweise Bedarf besteht, eine Lücke für Lastwagenmautflüchtlinge aus dem Ausland zu schließen – und lobte die insgesamt konstruktiven Vorschläge der Anwohner aus Bad Abbach mit Dr. Grünewald an der Spitze.

Pressemitteilung Florian Oßner, Mitglied des Deutschen Bundestages

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