Do., 01.08.2019 , 10:27 Uhr

Autofahrer aufgepasst: Rehe im Liebesrausch!

Ein Naturschauspiel ist im vollen Gange: Die Paarungszeit der Rehe. Mit ihr steigt die Gefahr von Wildunfällen. Rehe sind jetzt auch tagsüber unterwegs und queren plötzlich Straßen.

Von Ende Juli bis Mitte August herrscht reges Treiben auf Feldflur und Wiese: Rehböcke sind in der Paarungszeit und gehen auf Brautschau. Das Rehwild ist jetzt besonders aktiv und überquert häufig unverhofft die Fahrbahn – auch tagsüber. Aufgrund der erhöhten Unfallgefahr mahnt der Deutsche Jagdverband (DJV) zur Vorsicht und rät Verkehrsteilnehmern zu besonders vorausschauender Fahrweise.

Hat der Bock seine Verehrerin gefunden, folgt eine stundenlange Verfolgungsjagd, die sich über mehrere Kilometer erstrecken kann. „Blind vor Liebe rennen die Rehe häufig unachtsam über die Fahrbahn. Sie gefährden sich und sämtliche Autofahrer“, warnt DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald. Verkehrsteilnehmer sollten laut DJV an der Wald-Feld-Kante besonders langsam fahren und sich auf plötzlich auftauchendes Rehwild einstellen: Nach der Ricke kann der Bock oder das Kitz folgen.

Wer auf Landstraßen mit Tempo 80 statt 100 fährt, verkürzt den Bremsweg um 35 Meter und erhöht die Chance, einen Aufprall zu vermeiden. Allein im vergangenen Jagdjahr sind 191.590 Rehe bei Wildunfällen ums Leben gekommen. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, gilt: Lenkrad festhalten und mit voller Kraft bremsen. Unkontrolliertes Ausweichen kann den Gegenverkehr gefährden.

Wildunfälle oder Tierfunde an der Straße lassen sich ganz einfach über die Tierfund-Kataster-App erfassen. Aus diesen Daten ermitteln Wissenschaftler Wildunfall-Schwerpunkte, die anschließend entschärft werden sollen. Erste Auswertungen von über 40.000 Datensätzen zeigen: Feldhase, Dachs oder Fuchs sind Opfer jedes fünften gemeldeten Wildunfalls.

Weitere Informationen zum Tierfund-Kataster gibt es hier.

 

Pressemitteilung Deutscher Jagdverband

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