Mo., 10.03.2025 , 08:09 Uhr

Ausstand am Flughafen München - «kein Andrang»

Der Flugverkehr kommt in weiten Teilen Deutschlands zum Erliegen: Auch am Airport in München starten und landen heute nur wenige Flieger.

Am Flughafen München wird heute aufgrund eines 24-stündigen Warnstreiks nur ein Bruchteil der sonst üblichen Flüge stattfinden. «In den Terminals ist es sehr ruhig, kein Andrang», sagte ein Flughafensprecher am Morgen. Fast 80 Prozent der Verbindungen fielen aus. Nur rund 170 der ursprünglich geplanten 820 Starts und Landungen könnten voraussichtlich stattfinden. Bereits am Sonntag waren 40 Flüge in München annulliert worden.Hintergrund ist ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi – und zwar an 13 deutschen Flughäfen. Seit Mitternacht sind Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst der Flughafenbetreiber, den Bodenverkehrsdiensten und der Luftsicherheitsbereiche in verschiedenen Tarifkonflikten im Ausstand, wie ein Sprecher der Gewerkschaft sagte. Die Aktion soll 24 Stunden dauern.

 

Passagiere informiert

Am Morgen landete in München laut Flugplan ein Flieger aus Abu Dhabi, weitere auch von deutschen Flughäfen sollten folgen. Welche Verbindungen ausfallen, entscheide die jeweilige Fluggesellschaft, sagte der Sprecher. «Die Passagiere sind von den Airlines informiert und entsprechend umgebucht.»

Wichtigste Fluggesellschaft in München ist die Lufthansa. Die bayerische Landeshauptstadt ist neben Frankfurt eines der beiden Drehkreuze des Unternehmens für den weltweiten Flugverkehr. Die Lufthansa wie auch der Flughafenverband ADV kritisierten die Warnstreiks an den Knotenpunkten der Verkehrsinfrastruktur scharf.

«Es kommen nicht viele Passagiere zum Flughafen und sind von den Warnstreiks überrascht», sagte der Flughafensprecher. «Es ist sehr entspannt.»

Für den Dienstag erwartet der Flughafen wieder den regulären Flugbetrieb. «Natürlich wird ein bisschen mehr los sein», sagte der Sprecher, denn einige Fluggäste, die am Montag nicht fliegen konnten, seien auf den Dienstag umgebucht.

 

Bisher kein Angebot

«Wir sehen uns zu diesem Warnstreik gezwungen, da die Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bisher kein Angebot vorgelegt und keine Bereitschaft gezeigt haben, unsere berechtigten Forderungen zu erfüllen», erklärte die Verdi-Vize-Vorsitzende Christine Behle. Man habe die Aktionen frühzeitig angekündigt, um den Passagieren Planungssicherheit zu ermöglichen.

Verdi fordert eine Tariferhöhung im Volumen von 8 Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich, und höhere Zuschläge für die Arbeit zu belastenden und ungünstigen Zeiten. Die Arbeitgeber wiesen diese Forderungen als nicht finanzierbar zurück.

dpa

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