Di., 23.12.2014 , 12:28 Uhr

Ausbau Lappersdorfer Gymnasium: Entscheidung fällt 2015

Die Erweiterung des 2012 fertiggestellten Gymnasiums Lappersdorf  stand bei der Kreistagssitzung auf der Tagesordnung. Das Gymnasium war als dreizügiges Gymnasium gebaut worden, wurde jedoch von Beginn an vierzügig geführt. Ab Herbst 2016 reichen die vorhandenen Klassenzimmer nicht mehr aus. Die Kreisräte entschieden sich nach langer Diskussion einstimmig, dass angestrebt werden soll, das Gymnasium schnellstmöglich zu einem vierzügigen Gymnasium zu erweitern. Eine endgültige Entscheidung soll nach Vorlage des beauftragten Gutachtens im Kreistag im Januar oder Februar 2015 getroffen werden.

Gundstücksverhandlungen mit dem Markt Lappersdorf laufen bereits

Die Planungskosten für die Erweiterung des Gymnasiums werden in den Haushalt 2015 aufgenommen und auch in Grundstücksverhandlungen mit dem Markt Lappersdorf soll bereits eingetreten werden, heißt es weiter im Beschluss. Knackpunkt der Diskussion war ein im Februar 2014 vom Landkreis Regensburg beauftragtes Gutachten, welches eine Aussage über die zu erwartenden Schülerzahlen für den Raum Regensburg in den nächsten Jahren treffen sollte. Beteiligte des Gutachtens sind ferner der Landkreis Schwandorf und die Stadt Regensburg.

Landrätin Schweiger will das Gutachten abwarten

Dieses Gutachten liegt derzeit im Entwurf vor, da die neuesten Zahlen des Schuljahres 2014/2015 erst jetzt vollständig verfügbar sind, berichtete Kreiskämmerer Alois Eder. Außerdem sei die neue Variante G8+ mit der freiwilligen 9. Jahrgangsstufe noch nicht berücksichtigt. Landrätin Tanja Schweiger bat darum, das Gutachten abzuwarten, bevor man einen endgültigen Beschluss im Kreistag fasse. Rainer Hummel, Fraktionsvorsitzender der SPD, erklärte, man wolle die beiden anderen Beteiligten des Gutachtens, nicht vor den Kopf stoßen und daher keine Entscheidung treffen, bevor das Gutachten vorliege. Die CSU hatte den Antrag auf Erweiterung des Gymnasiums gestellt und darauf gedrängt, sofort eine Entscheidung herbei zu führen. CSU-Fraktionssprecher Peter Aumer bekräftigte, man wolle jetzt eine Entscheidung und nicht mehr länger auf das Gutachten warten. Landrätin Tanja Schweiger betonte, dass man sich einhellig mit allen Fraktionen gemeinsam mit der Stadt Regensburg und dem Landkreis Schwandorf auf diesen Weg verständigt hatte und sie dafür stehe, dass der Landkreis als verlässlicher Partner auftrete. Außerdem wolle sie den neuen Kreisräten die Möglichkeit geben, sich intensiv mit den Hintergründen auseinander zu setzen. Am Ende wurde ein einstimmiger Kompromiss gefunden und die Verwaltung beauftragt, das Gutachten umgehend zu einem Abschluss zu bringen um dann aufgrund aller vorliegenden Daten Ende Januar, spätestens Anfang Februar, bei einer Kreistagssitzung die notwendigen Beschlüsse herbeizuführen.

MK/ pm

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