Di., 28.07.2015 , 15:48 Uhr

August: 'Salve Abusina' in Bad Gögging

Vom 14.-16. August lebt im ehemaligen Kohortenkastell Abusina in Bad Gögging / Eining eine längst vergangene Zeit wieder auf. Legionäre, Gladiatoren und Handwerker nehmen die Besucher mit auf eine aufregende Zeitreise zurück in die Antike. Das Römerfest feiert heuer seinen 5. Geburtstag und hat als besonderes Schmankerl die I. Römercohorte Opladen zu Gast.

Mehr als nur ein Hobby

Mit drei LKW und mehreren Kleinfahrzeugen reisen die Römerinnen und Römer der I. Römercohorte Opladen aus dem weit entfernten Leverkusen an. Ein riesiger logistischer Aufwand, den die leidenschaftlichen Reenactment Fans gerne auf sich nehmen. Für die Darsteller und Mitglieder ist das „Römer sein“ mehr als ein Hobby, es ist eine echte Berufung. Sich in die Antike versetzen, die Quellen studieren, möglichst originalgetreue Nachbildungen von Kleidung, Zelten und Ausrüstung zu haben ist dabei Pflicht. Und eine besondere Freude ist es dann, dieses Wissen auf Festen wie Salve Abusina zu präsentieren und erlebbar zu machen.

 

Großes Lager im Kastell Abusina

Das Lager der Gruppe besteht dabei aus zwei Teilen: zum einen aus dem Militärbereich mit elf originalgetreuen Legionärszelten aus Leder, einem Centurionenzelt und viel Ausrüstung, zum anderen aus dem zivilen Vorlagerbereich für die Verpflegung. Entsprechend der Abbildungen auf der Traianssäule und Originalfunden von Lederresten sind sämtliche Zelte von Hand aus Leder genäht und stellen damit das weltweit größte rekonstruierte Zeltlager dieser Art dar.

 

 

Von Schildkröten und Katapulten

Aus den Asterix-Comics kennt sie jeder, bei Salve Abusina kann man sie mit der I. Römercohorte Opladen in echt bestaunen: Die Legionäre stellen die berühmte „Schildkröten“-Formation dar und führen damit Scheinangriffe auf das Publikum durch. Anschließend verteilen sie sich vor dem Publikum und erklären ihre Ausrüstung. Ebenso wichtig für die militärische Überlegenheit der Römer waren Geschütze: Die Römergruppe präsentiert dabei die große Ballista, die Steinkugeln abfeuert, den Scorpio, dessen Metallbolzen das Ziel treffen und die Manuballista, die aus der Hand abgefeuert wird.

 

Militärische und zivile Darbietungen

Wie wurde man überhaupt ein Legionär? Den Überlieferungen von Vegetius zu Folge mussten angehende Soldaten eine Grundausbildung absolvieren, die sechs Schritte umfasste: Schanzarbeiten, Überwinden von Hindernissen, Marschübungen, Wurfübungen mit Speeren und Steinen, Schwertkampf am Pfahl und Gepäckmarsch. Von einem Optio kommandiert, ist die Darstellung dieser Ausbildung ein Programmhöhepunkt auf dem Römerfest. Genauso wichtig für Legionäre waren gutes Essen und Trinken sowie die passende Ausrüstung. Deshalb gibt es im Lager einerseits durchgehend eine Probierküche mit römischen Leckereien um sich als Besucher über Essgewohnheiten und Rezepte der Römer zu informieren und andererseits Vorführungen zur Textilverarbeitung und zur Herstellung von Kettenhemden.

Infos zum Fest – Familienfreundlicher Eintritt und kostenloser Shuttlebus

Freitag, 14.08. 16-22 Uhr, Eintritt 5 € / ermäßigt 4 €
Samstag, 15.08. 10-22 Uhr, Eintritt 8 € / ermäßigt 5 € / ab 18 Uhr 4 €
Sonntag, 16.08. 10-19 Uhr, Eintritt 8 € / ermäßigt 5 € / ab 17 Uhr 4 €

Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt
„Ermäßigt“ gilt für Schüler, Studenten und Kurkarteninhaber
Alle Karten sind an der Festkasse erhältlich

 

Fotos: Matthias Werner/Roemercohorte Opladen

Pressemitteilung/MF

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