Sa., 04.04.2020 , 14:04 Uhr

Aufnahmestopp in Pflegeheimen: Kritik von VdK-Vorsitzender Bentele

Die Vorsitzende des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, kritisiert den Aufnahmestopp für bayerische Pflegeheime. Der Erlass des Gesundheitsministeriums sei «überhaupt nicht richtig», sagte sie am Samstag dem Bayerischen Rundfunk. Sie forderte außerdem deutlich mehr Tests von Bewohnern und Mitarbeitern in Pflegeheimen.

Viele Betroffene, die in Kliniken liegen, könnten nicht in ihr Zuhause zurück, weil sie sich nicht selber versorgen können, sagte Bentele. Viele ambulante Pflegedienste kämen mit der Arbeit nicht mehr nach und viele ausländische Pflegekräfte dürften nicht mehr einreisen.

Als Lösung schlägt die VdK-Vorsitzende vor, die Senioren außerhalb von Pflegeheimen unterzubringen, etwa in leerstehenden Hotels oder Wohnungen. Das sei zwar auch nicht einfach, aber es sollte «in die Anwerbung von Personen, die nicht mehr in der Pflege arbeiten, die aber eine pflegerische Ausbildung haben» investiert werden.

In Bayern werden seit Samstag keine Menschen mehr in Pflegeheimen aufgenommen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) reagiert damit auf die aktuelle Corona-Pandemie. Ziel dieser Verfügung ist es, die Menschen in den Heimen vor einer Erkrankung mit dem Coronavirus zu verhindern, hatte das Ministerium am Freitag mitgeteilt.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

22.05.2026 Bayern: Krankenhausverbände warnen vor Schließungen durch Spargesetz Bayerische Krankenhausverbände schlagen Alarm. Die von der Bundesregierung geplanten Sparmaßnahmen bei den gesetzlichen Krankenkassen könnten nach Ansicht der Kliniken weitreichende Folgen haben – von Tarifkonflikten bis hin zu weiteren Schließungen von Krankenhausstandorten und Abteilungen. Massive Sorgen bei Bayerns Krankenhäusern Zehn Spitzenverbände der Kliniken haben in München vor den möglichen Folgen der geplanten Maßnahmen gewarnt. Besonders 18.05.2026 Bayern: Gemeindetag kritisiert Freie-Wähler-Vorstoß zu Erschließungskosten Die Partei will die Möglichkeit der Kommunen einschränken, Kosten für den Bau von Straßen anteilig auf Anwohner umzulegen – und erntet dafür scharfe Kritik. Heftiger Widerstand aus den Kommunen Wenn Städte, Märkte und Gemeinden Straßen neu erschließen, dürfen sie die Kosten bislang auf die Anlieger verteilen. Genau hier setzen die Freien Wähler an: Sie wollen, 18.05.2026 Bayern: Über 1,3 Milliarden Euro für kommunale Hochbauprojekte im Jahr 2026 Der Freistaat Bayern stellt im Jahr 2026 über 1,3 Milliarden Euro für kommunale Hochbaumaßnahmen bereit. Von der Förderung profitieren mehr als 1.700 Projekte in ganz Bayern – insbesondere an öffentlichen Schulen und Kindertageseinrichtungen. Wie Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Bekanntgabe der staatlichen Zuweisungen erklärte, liegt der Schwerpunkt klar auf Bildung und Betreuung. „2026 29.04.2026 Ostbayern: Rund eine Million Euro aus dem Kulturfonds Bayern für 29 Projekte Mit rund fünf Millionen Euro fördert der Freistaat Bayern im Jahr 2026 insgesamt 133 Kunst- und Kulturprojekte im ganzen Land. 29 Projekte in Ostbayern erhalten dabei zusammen rund eine Million Euro aus dem Kulturfonds Bayern. Kunstminister Markus Blume gab die Förderentscheidungen jetzt in München bekannt. Er betonte: „Kulturfonds Bayern – seit 1996 die Adresse für