Mi., 11.10.2017 , 12:25 Uhr

Auch Tschechien sucht nach entlaufenen Wölfen aus Bayern

Auch im tschechischen Nationalpark Böhmerwald (Sumava) wird nach den Wölfen gefahndet, die aus einem Gehege im benachbarten Bayerischen Wald entlaufen sind. Zuletzt war ein Wolf am Samstag und Sonntag nördlich von Zelezna Ruda (Markt Eisenstein) gesichtet worden. Spuren hätten aber nicht gesichert werden können, sagte Martin Stary von der Nationalparkverwaltung in Vimperk (Winterberg) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Seither seien auf tschechischer Seite keine weiteren Meldungen eingegangen. Stary lobte die sehr enge Kommunikation mit seinen deutschen Kollegen.

In der südöstlichen Hälfte des Böhmerwalds leben fünf wilde Wölfe, ein ausgewachsenes Wolfspaar und seine drei Jungen. Anders als die entlaufenen Gehegewölfe sind diese von Natur aus sehr scheu. «Berichte, dass Besucher oder örtliche Einwohner einen Wolf mit eigenen Augen gesehen hätten, sind sehr selten», sagte Stary.

Das Hauptproblem sei, dass sich einer der Gehegewölfe dem wilden Rudel anschließen und seine mangelnde Scheu vor Menschen weitergeben könnte. «Aus diesem Grund ist es erforderlich, die entkommenen Wölfe einzufangen und in das Gehege zurückzubringen.» Der tschechische Nationalpark hat Fotofallen und Käfige mit Lockfutter installiert. Weil der Wolf gesetzlich geschützt ist, darf nur mit Narkosegewehren geschossen werden.

Auch im tschechischen Besucherzentrum Srni gibt es ein drei Hektar großes Wolfsgehege, das bei Touristen sehr beliebt ist. Der Zaun werde ständig von Mitarbeitern kontrolliert, sagte Stary. In Bayern hatten Unbekannte nach Polizeiangaben ein Vorhängeschloss entfernt.

dpa/MF

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