Di., 23.06.2026 , 09:35 Uhr

Auch in Regensburg: Mehr Studiengänge in Bayern mit Zugangsbeschränkung

Regensburg, Würzburg, München: In diesen Städten wird der Zugang zum Studium schwieriger. Wie die Rückkehr zu G9 damit zusammenhängt und was das für Bewerber bedeutet.

In Bayern wird sich die Zahl der zugangsbeschränkten Studienangebote im kommenden Wintersemester leicht erhöhen. Nach Angaben des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh steigt der Anteil an solchen Hochschulangeboten auf 34,2 Prozent. Ein Jahr zuvor, im Wintersemester 2025/26, lag der Anteil im Freistaat bei 30,3 Prozent. Der bundesweite Schnitt beträgt laut der Studie im bevorstehenden Semester 31,6 Prozent.

Nach Angaben des Zentrums haben sich in Regensburg und Würzburg die Anteile zugangsbeschränkter Studienangebote gegenüber dem Vorjahr stark erhöht. «Auch in München, Nürnberg und Augsburg gab es Steigerungen.»

 

Einführung des G9 könnte Grund für den Anstieg sein

Als Grund dafür vermuten die Autoren der Untersuchung, dass die Hochschulen Beschränkungen wieder einführen, die ein Jahr zuvor ausgesetzt wurden. Denn im Jahr 2025 gab es wegen der Umstellung vom achtjährigen zurück zum neunjährigen Gymnasium (G8/G9) viel weniger Abiturientinnen und Abiturienten in Bayern als in normalen Jahren – und somit potenziell deutlich weniger Neu-Studierende.

Mit der Zahl von zugangsbeschränkten Studiengängen liegt Bayern deutschlandweit betrachtet im Mittelfeld. In Berlin ist mehr als jeder zweite Studiengang beschränkt, dahinter kommt Baden-Württemberg mit 46,2 Prozent zugangsbeschränkten Angeboten. Nur sehr wenige Zugangsbeschränkungen haben Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Thüringen mit jeweils etwa 17 Prozent.

 

dpa

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