Di., 26.09.2023 , 08:51 Uhr

Auch in Kelheim: Deutschlandweite Razzia wegen Schleusern

Über 100 wohl eingeschleuste Syrer hat die Polizei bei einer Razzia in fünf Bundesländern entdeckt. Auch in Kelheim gab es Durchsuchungen.

Bei einer Razzia in fünf Bundesländern – unter anderem auch in Kelheim – hat die Bundespolizei am frühen Dienstagmorgen mehr als 100 mutmaßlich eingeschleuste Syrer entdeckt. Es seien fünf Haftbefehle vollstreckt worden – gegen zwei Frauen und einen Mann in Stade sowie je eine Frau und einen Mann in Gladbeck, sagte ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur. «Alle fünf sind auch Syrer», ergänzte er. Die fünf Festgenommenen seien selbst Asylbewerber und alle familiär miteinander verbunden.

Den Ermittlungen zufolge zahlten die mutmaßlich Geschleusten jeweils 3000 bis 7000 Euro für ihre illegale Einreise nach Deutschland, wie der Sprecher weiter mitteilte. Den Beschuldigten werde neben banden- und gewerbsmäßigem Einschleusen von Ausländern unter anderem auch Geldwäsche vorgeworfen: Sie hätten mit ihren illegalen Einnahmen beispielsweise Goldschmuck gekauft. «Dann sitzen sie nicht mehr auf dem Geld», sagte der Sprecher.

Wie die Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main mitteilte, waren mehr als 350 Beamte in sieben Kommunen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stade in Wohnungen und Häusern im Einsatz: in Stade (Niedersachsen), Gladbeck (Nordrhein-Westfalen), Fulda, Kassel (beides Hessen), Bremen, Balge (Niedersachsen) und Kelheim (Bayern).

 

dpa / MB

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