Di., 28.03.2017 , 15:52 Uhr

Auch im Raum Regensburg aktiv: Mutmaßlicher Serieneinbrecher verhaftet

Nach umfangreichen Ermittlungen gelang es den Ermittlern der Besonderen Aufbauorganisation Wohnraumeinbruchdiebstahl des Polizeipräsidiums Mittelfranken (BAO WED) mit tatkräftiger Unterstützung der unterfränkischen Polizei und dem Bayerischen Landeskriminalamt sowie in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, einen mutmaßlich international agierenden Serieneinbrecher festzunehmen.

Der Tatverdächtige räumt in seiner Vernehmung rund einhundert Wohnungseinbrüche in Bayern und dem benachbarten Ausland ein. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Seit Oktober 2016 häuften sich in Bayern Wohnungseinbrüche, die stets die gleiche Vorgehensweise zeigten. Dabei wurden die Rahmen von Fenstern oder Terrassentüren, zum Teil während die Geschädigten schliefen, aufgebohrt. In den Anwesen hatte es der zunächst unbekannte Täter auf hochwertige Elektronikgeräte (Handys, Tablets, Laptops) und Bargeld abgesehen.

Im Laufe der umfangreich und zeitaufwändig geführten Ermittlungen gelang es den Beamten der BAO WED, Zusammenhänge zwischen gleichgelagerten Fällen in den Regionen München, Regensburg, Schweinfurt, Würzburg und im Ballungsraum Nürnberg-Fürth herzustellen. Durch kriminaltaktische Maßnahmen und umfangreiche Überwachungsmaßnahmen geriet nun vor wenigen Tagen ein 32-jähriger Osteuropäer in den Fokus der Polizei. In der Nacht von Freitag auf Samstag (24./25.03.2017) erfolgte die Festnahme.

Der Mann wurde in einem Waldgebiet im Landkreis Aschaffenburg mit Unterstützung der unterfränkischen Polizei sowie des Bayerischen Landeskriminalamtes festgenommen. Er hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland und hauste in einem Zelt, welches er jeweils in schlecht zugänglichen Waldgebieten aufgestellt hatte. Mit den Tatvorwürfen konfrontiert, legte der Beschuldigte ein umfangreiches Geständnis ab und räumte eine Vielzahl von Einbrüchen ein. Zudem offenbarte er den Ermittlern fünf seiner Beutelager. Dort konnte Diebesgut aus den zurückliegenden Taten sichergestellt werden. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen soll der 32-Jährige allein gehandelt haben. Die Tatorte befanden sich dabei nicht nur in Bayern, sondern auch in Österreich. Die Ermittlungen der BAO WED dauern an. In diesem Zusammenhang werden ähnlich gelagerte Fälle in der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden und Belgien geprüft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erließ eine Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Nürnberg Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen.

dpa/PM/MF

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