Mi., 25.01.2023 , 12:49 Uhr

Auch im Landkreis Kelheim: Mehrere Wohnungsdurchsuchungen wegen Kinderpornografie

Im Landkreis Kelheim und im Stadtgebiet Landshut hat die Polizei am Mittwochmorgen, 25.01.23, mehrere Wohnungen wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie durchsucht.

Die Beamten lassen nicht locker im Kampf gegen Kinderpornografie. Deshalb hat es heute eine große Durchsuchungsaktion in Niederbayern gegeben – unter anderem bei einem 25-Jährigen aus dem Landkreis Kelheim. Der Verdacht: der junge Mann und drei weitere Personen sollen kinderpornografisches Material besessen, erworben oder verbreitet haben. Aus diesem Grund haben die Einsatzkräfte zahlreiche Datenträger wie Laptops und Mobiltelefone bei drei Männern und einer Frau sichergestellt.

 

Polizeimeldung

Seit heute früh (Mittwoch, 25.01.2023) durchsuchen Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Landshut mit Unterstützung der Polizeiinspektion Eggenfelden sowie Beamte des ZED Landshut mehrere Wohnungen wegen des Verdachts des Besitzes, Erwerbs und Verbreitens von kinderpornografischen Materials.

Drei Männer im Alter von 25, 54, und 71 Jahren sowie eine 64-jährige Frau stehen im Verdacht, mutmaßlich seit mindestens Februar 2022 bzw. seit November 2022 über einschlägige Plattformen kinderpornografisches Bildmaterial gesucht, bzw. heruntergeladen oder entsprechend weiter verbreitet zu haben.

Beim heutigen Vollzug der von den Staatsanwaltschaften Landshut, Regensburg – Zweigstelle Straubing sowie des Zentrums zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg beantragten Durchsuchungsbeschlüsse zahlreiche Datenträger (Laptops, Tabletts, Computer, externe Festplatten sowie Mobiltelefone) sichergestellt.

 

Keine Anonymität im Netz – US-Provider und US-Bundesbehörden melden Fälle mit strafbaren Inhalten an deutsche Ermittlungsbehörden

Durch die neuerliche Aktion wurde möglichen Tätern und Nachahmern deutlich gemacht, dass sie in der Anonymität des Internets nicht folgenlos agieren können. Häufig haben die Verfahren im Zusammenhang mit Kinderpornografie ihren Ursprung in den USA, die i. d. R. über die halbstaatliche Organisation NCMEC (National Center for Missing & Exploitet Children), oder der US-Bundespolizei FBI bekannt werden. US-amerikanische Internetdienstleister sind gesetzlich verpflichtet, u. a. indizierte Bilddateien und in diesem Zusammenhang bekanntgewordene Straftaten zu dokumentieren und zu melden. Die Meldung derartiger Fälle an deutsche Ermittlungsbehörden führt auch immer häufiger in ganz Niederbayern zu entsprechenden kriminalpolizeilichen Ermittlungsverfahren und Wohnungsdurchsuchungen.

 

Erhebliche Konsequenzen auch bei Strafunmündigen – Handys mit verbotenen Inhalten werden eingezogen

Auch bei Strafunmündigen (unter 14 Jahren) drohen erhebliche Konsequenzen: Gegen die Anschlussinhaber, das sind meistens die Eltern, wird i. d. R. ein Durchsuchungsbeschluss beantragt. Sind auf dem Handy verbotene Inhalte gespeichert, wird es – unabhängig von der Strafmündigkeit – eingezogen. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft betonen, dass der Besitz und das Verbreiten von Kinder- und Jugendpornografie kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verbrechen ist. Der Tatbestand kann mit nur einem falschen Klick oder Mitgliedschaft in einer zwielichtigen Chatgruppe schnell erfüllt werden. Deshalb warnt die Polizei vor solchen pornografischen Inhalten und gibt zu bedenken, dass für derartige Bilder und Videos Kinder misshandelt und missbraucht werden. Auch wenn manche Bilder und Videos vermeintlich scherzhaft aufgemacht werden, gibt es reale Opfer. Deshalb macht man sich auch mit solchen Dateien strafbar.

 

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Verhaltensempfehlungen

 

 

PP Niederbayern / MB

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