Eine Frau meldete sich mit unterdrückter Nummer und gab sich als Polizistin aus Furth im Wald aus. Sie behauptete, die Tochter der Seniorin habe mit dem Auto einen Radfahrer überfahren und müsse nun ins Gefängnis – es sei denn, die Mutter zahle sofort 69.000 Euro.
Im Hintergrund waren weinerliche Geräusche zu hören, um den Anruf glaubwürdiger wirken zu lassen. Die angebliche Beamtin erklärte, die Tochter könne nicht selbst sprechen, da sie sich „beim Unfall auf die Zunge gebissen“ habe.
Die Rentnerin war zunächst verunsichert – sie hat tatsächlich mehrere Töchter. Doch als die Anruferin gezielt nach Bargeld, Gold und Wertsachen fragte und wissen wollte, ob die Frau Auto fahren könne, wurde sie misstrauisch. Sie erklärte, kein Vermögen zu besitzen, und konfrontierte die Anruferin mit ihrem Verdacht, dass diese keine echte Polizistin sei. Daraufhin wurde das Gespräch sofort beendet.
Die Polizei betonte im Nachgang: „Die Rentnerin handelte richtig. Sie zeigte ein gesundes Misstrauen und hat sich nicht unter Druck setzen lassen. Zu keiner Zeit würde die Polizei Bargeld oder Wertgegenstände fordern, um Ermittlungen durchzuführen oder Geld in Sicherheit zu bringen.“