Di., 03.02.2026 , 17:36 Uhr

Amberg: 83-Jähriger soll Gold zur „Prüfung“ abgeben – Polizei vereitelt Betrug

In Amberg hätten Betrüger beinahe Erfolg gehabt - doch zum Glück konnte eine Übergabe verhindert werden.

Ein 83-jähriger Mann aus Amberg ist beinahe Opfer eines dreisten Telefonbetrugs geworden. Eine Frau, die sich am Telefon als Polizistin ausgab, forderte ihn auf, seine Wertsachen wegen angeblicher Einbrüche in der Nachbarschaft zur „Prüfung“ abzugeben.

Der Senior sollte seine Goldbarren im Wert von mehreren Zehntausend Euro in einem Jutebeutel in seiner Garage deponieren. Diese sollten anschließend von einem Taxifahrer abgeholt werden.

Taxi nimmt Goldbeutel mit

Wenig später erschien tatsächlich ein Taxi vor dem Haus des Mannes. Der Fahrer nahm den Beutel an sich und fuhr davon – nichtsahnend, dass er Teil eines Betrugsplans war.

Doch der 83-Jährige reagierte geistesgegenwärtig: Er notierte sich das Kennzeichen des Fahrzeugs. Dank dieser Information konnten Polizisten das Gold kurze Zeit später am vereinbarten Übergabeort in Baden-Württemberg sicherstellen.

Gold gerettet – Täter noch unbekannt

Der Senior bekam sein Gold zurück, bevor es in die Hände der Betrüger gelangte. Am Übergabeort traf die Polizei jedoch keinen Abholer oder keine Abholerin an.

Aus ermittlungstaktischen Gründen nannte die Polizei keine genauen Ortsangaben zum Fundort. Die Taxifirma habe laut Polizei keine Kenntnis vom Inhalt des Beutels gehabt – die Betrüger hatten lediglich eine Kurierfahrt ins Nachbarbundesland gebucht.

dpa / MF

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