Do., 06.11.2025 , 10:20 Uhr

ADAC warnt – Brückensperrung bei Sinzing würde Millionen kosten

Eine neue ADAC-Studie zeigt, welche enormen Folgen marode Autobahnbrücken für Verkehr und Wirtschaft hätten. Davon betroffen wäre auch Bayern: Die Donaubrücke Sinzing bei Regensburg könnte im Fall einer Sperrung einen volkswirtschaftlichen Schaden von 75 Millionen Euro pro Jahr verursachen. Der Automobilclub fordert nun eine schnellere Sanierung der maroden Brücken in Deutschland.

ADAC-Studie: So schlimm und teuer wären Brückensperrungen

Müssen marode Autobahnbrücken kurzfristig gesperrt werden, sind die Folgen massiv. Der ADAC hat für fünf errechnen lassen, wie teuer und schlimm das wäre – eine davon in Bayern.

Müssen marode Brücken gesperrt werden, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch sehr teuer – über die Kosten für Reparatur oder Neubau hinaus. Angesichts von rund 8.000 sanierungsbedürftigen Autobahnbrücken in Deutschland hat der ADAC am Beispiel von fünf großen Brücken – eine davon in Bayern – die Auswirkungen berechnen lassen. Die volkswirtschaftlichen Schäden können demnach hunderte Millionen Euro betragen. Konkret hat der Dienstleister PTV für den Verkehrsclub die Folgen für fünf Brücken in Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen berechnet, die mindestens 100 Meter lang und mindestens 40 Jahre alt sind.Aus Bayern ist die Donaubrücke Sinzing bei Regensburg Teil der Analyse. Eine Vollsperrung würde den Verkehr zu weiten Umwegen über die Autobahnen A93 und A6 zwingen und die Fahrzeiten deutlich verlängern. Hier errechneten die Experten einen potenziellen volkswirtschaftlichen Schaden von 75 Millionen Euro pro Jahr. Pkw-Fahrer müssten 47 Millionen zusätzliche Kilometer fahren und würden 3,5 Millionen Stunden verlieren.

 

ADAC fordert zügige Sanierung

Die niedrigsten volkswirtschaftlichen Schäden unter den untersuchten Brücken sieht der ADAC bei der Agra-Brücke in Leipzig. Diese gehört allerdings als einzige nicht zum Autobahnnetz, wird also weniger intensiv genutzt. Die Experten kommen daher auch nur auf einen potenziellen volkswirtschaftlichen Schaden von 14 Millionen Euro pro Jahr, 12 Millionen zusätzliche Kilometer und knapp eine Million verlorene Stunden.

Angesichts der hohen Zahl sanierungsbedürftiger Brücken fordert ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand, die zur Verfügung stehenden
finanziellen Mittel aus dem Sondervermögen jetzt zu nutzen, um Sanierungen und Erneuerungen zu beschleunigen. «Mit jedem weiteren Jahr, das bei der Erneuerung einer Brücke ungenutzt verstreicht, steigen die Risiken für Folgeschäden und damit für starke Belastungen von Autofahrern, Anwohnern und Volkswirtschaft erheblich», warnt er.

Vom ADAC Südbayern heißt es dazu zudem: «Schäden an Brücken müssen so schnell wie möglich behoben werden. Das gilt besonders für das Transitland Bayern mit seiner besonderen Bedeutung für den Warenverkehr und den Tourismus in Europa.»

 

dpa/JM

 

 

 

 

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