Müssen marode Autobahnbrücken kurzfristig gesperrt werden, sind die Folgen massiv. Der ADAC hat für fünf errechnen lassen, wie teuer und schlimm das wäre – eine davon in Bayern.
Die niedrigsten volkswirtschaftlichen Schäden unter den untersuchten Brücken sieht der ADAC bei der Agra-Brücke in Leipzig. Diese gehört allerdings als einzige nicht zum Autobahnnetz, wird also weniger intensiv genutzt. Die Experten kommen daher auch nur auf einen potenziellen volkswirtschaftlichen Schaden von 14 Millionen Euro pro Jahr, 12 Millionen zusätzliche Kilometer und knapp eine Million verlorene Stunden.
Angesichts der hohen Zahl sanierungsbedürftiger Brücken fordert ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand, die zur Verfügung stehenden
finanziellen Mittel aus dem Sondervermögen jetzt zu nutzen, um Sanierungen und Erneuerungen zu beschleunigen. «Mit jedem weiteren Jahr, das bei der Erneuerung einer Brücke ungenutzt verstreicht, steigen die Risiken für Folgeschäden und damit für starke Belastungen von Autofahrern, Anwohnern und Volkswirtschaft erheblich», warnt er.
Vom ADAC Südbayern heißt es dazu zudem: «Schäden an Brücken müssen so schnell wie möglich behoben werden. Das gilt besonders für das Transitland Bayern mit seiner besonderen Bedeutung für den Warenverkehr und den Tourismus in Europa.»
dpa/JM