Do., 19.03.2026 , 15:51 Uhr

Abensberg: Wiesn-Wirte steigen beim Kuchlbauer Weissbierstadl ein

Ein neuer Anstrich – mehr Events und ein neuer Pächter. Diese Themen stehen beim 50 Jahre alten Weissbierstadl in Abensberg an. Die Brauerei zum Kuchlbauer hat viel vor. Der Veranstaltungsstadl soll sich optisch verändern und jetzt ist auch klar wer ihn künftig übernehmen wird. Aber nicht nur das, es gibt auch Neuigkeiten was den Gillamoos betrifft.

Die Brauerei zum Kuchlbauer stellt die Weichen für die Zukunft ihres Kuchlbauer Weissbierstadls in Abensberg: Neuer Wirt wird die Familie Schöniger, die seit Jahrzehnten zu den erfahrensten Festzeltgastronomen Bayerns
zählt. Im Mittelpunkt steht dabei Luis Schöniger (19) der schrittweise an die Verantwortung herangeführt wird und den Stadl künftig in die nächste Generation führt. Er ist damit Bayerns jüngster Festwirt. Die Schöniger Event GmbH mit Sitz in Abensberg wurde im März 2026 zu diesem Zweck gegründet, Geschäftsführer sind Peter und Luis Schöniger. Der Pächterwechsel tritt zum 1. August 2026 in Kraft.

Zum kommenden Gillamoos soll der Neustart bereits sichtbar werden, während größere bauliche Veränderungen und neue Konzepte schrittweise in den folgenden Monaten umgesetzt werden. Die vollständige Neupositionierung des Weissbierstadls ist bis 2027 geplant – mit ihr die Rückkehr des Aloysius Bockbierfests. Peter und Petra Schöniger sind seit 33 Jahren Festwirte der Festhalle Bayernland auf dem Münchner Frühlingsfest, zudem führten sie im Jahr 2025 mit der Boandlkramerei® ein eigenes Festzelt auf der Oidn Wiesn. Seit 1992 haben sie ihren Imbiss „Schönigers Schmankerl Treff“ auf dem Münchner Oktoberfest. Seit 2025 ist auch Sohn Luis Schöniger mit an Bord.

Mit dem Pächterwechsel setzt Kuchlbauer ein weiteres wichtiges Signal für die geplante Neuausrichtung des Weissbierstadls. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Brauereichef Jacob Horsch angekündigt, den traditionsreichen Veranstaltungsort im Hinblick auf sein 50-jähriges Jubiläum 2030 umfassend zu modernisieren und konzeptionell weiterzuentwickeln. Der rund 36 Meter lange Stadl mit einem Volumen von etwa 4.600 Kubikmetern wurde 1980 genehmigt und bietet bis heute Platz für bis zu 800 Gäste innen und weit über 1.500 Gästen im Biergarten.

„Der Weissbierstadl ist für uns weit mehr als ein Gebäude. Er ist ein identitätsstiftender Ort für Abensberg, für den Gillamoos und unsere Brauerei. Mit der Familie Schöniger haben wir dafür genau den richtigen Partner – mit großer Erfahrung, höchster Qualität und zugleich der Kraft einer neuen Generation“,

sagt Jacob Horsch. Sein Anspruch ist klar: Bestehendes bewahren, Neues wagen und mit gezielten Investitionen zusätzliche Attraktivität schaffen.

„Man kann den Gillamoos und den Veranstaltungsstandort Abensberg nur dann weiterentwickeln, wenn man bereit ist, sich etwas zu trauen, neue Akzente zu setzen und konsequent zu investieren. Genau das tun wir. Wir wollen nicht verwalten, sondern gestalten“, betont Horsch.

Die Entscheidung für die Familie Schöniger knüpft an eine enge, gewachsene und vertrauensvolle Zusammenarbeit an. Seit über 40 Jahren arbeiten die Brauerei zum Kuchlbauer und die Familie Schöniger eng zusammen – insbesondere im großen Festzelt auf dem Gillamoos, dem Kuchlbauer-Zelt. Es wird weiterhin von Peter und Petra Schöniger betrieben werden. Der Kuchlbauer Weissbierstadl wird von Luis Schöniger und dem gastronomischen Leiter Petar Folic geführt.

Zusammenarbeit über Generationen

Bereits Heinz und Petra Schöniger, die Eltern von Peter Schöniger und Großeltern von Luis Schöniger, hatten den Weissbierstadl gemeinsam mit der früheren Generation der Brauerei, Leonhard Salleck, Vater von Jacob Horsch geprägt. Damit schließt sich nun ein Kreis, der nicht nur wirtschaftlich, sondern auch emotional und historisch eine besondere Bedeutung hat.

Für Jacob Horsch ist genau das ein starkes Signal:

„Es ist etwas ganz Besonderes, wenn eine Familie, die bereits in der ersten Generation mit dem Weissbierstadl verbunden war, nun wieder gemeinsam Verantwortung übernimmt – und mit Luis Schöniger zugleich der Weg in die nächste Generation geebnet wird. Das ist nicht nur eine starke, gemeinsame Geschichte, sondern auch ein Versprechen für die Zukunft.“

Ein überzeugender Faktor für die Familie Schöniger war Jacob Horschs Vision eines völlig neu gedachten Weissbierstadls – nicht nur als traditionsreicher Veranstaltungsort, sondern auch als Bühne für neue Formate. Mit seinen Vorstellungen eines festlich und hochwertig inszenierten Weihnachtsstadls, der Weihnachtsfeiern, Kulinarik, Atmosphäre, Dekoration, Showeffekte und die Einbindung der „Weihnachtsstadt Abensberg“ sowie des Kuchlbauer Turmweihnacht zusammenführt, konnte Jacob Horsch die Familie Schöniger von Anfang an begeistern. Vorgesehen ist ein Konzept, das weit über klassische Weihnachtsfeiern hinausgeht und künftig auch Unternehmen aus größerer Entfernung ansprechen soll.

Mit diesem Gesamtkonzept – aus Sanierung, neuer Positionierung, traditionsreichen Formaten und innovativen Veranstaltungsimpulsen – überzeugte Horsch schließlich Peter Schöniger, Luis Schöniger sowie das Team um den erfahrenen Betriebsleiter Petar Folic. In der Folge begannen unmittelbar intensive Gespräche und Vertragsverhandlungen. Mitte März konnte die neue Partnerschaft nun ofiziell fixiert werden.

 

Rückkehr des Aloysius-Bockbierfests

Ein erstes großes Highlight wird die Rückkehr des traditionsreichen Aloysius- Bockbierfests, das im Frühjahr 2027 neu aufgelegt werden soll. Gerade dieses Fest besitzt eine besondere historische Tiefe, denn es wurde einst von Heinz Schöniger und Leonhard Salleck ins Leben gerufen. Für Kuchlbauer ist das ein starker Anlass, genau dort wieder anzusetzen und das Format in neuer Stärke zurückzubringen. Geplant ist ein Starkbierfest, das weit über Abensberg und den Landkreis Kelheim hinaus Strahlkraft entwickeln soll.

„Wir wollen das Aloysius-Bockbierfest nicht einfach nur zurückholen, sondern zu einem echten Aushängeschild machen. Es soll etwas entstehen, das man so kein zweites Mal findet – mit Atmosphäre, Haltung, Qualität und einem Profil, das weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit erzeugt“,

so Horsch.

 

Mitteilung Brauerei zum Kuchlbauer 

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