Di., 30.08.2022 , 16:03 Uhr

Abensberg: Mehrmals Gegenstände auf Zuggleise gelegt

Bereits mehrmals haben bislang unbekannte Täter die Zuggleise bei Abensberg sabotiert. Unter anderem wurden Steine und eine Keramikplatte auf die Gleise gelegt. Die Bundespolizei ermittelt und sucht Zeugen.

Vergangene Woche wurden an mehreren Tagen die Zuggleise in Abensberg sabotiert. Gleich zweimal wurden am vergangenen Freitag Steine auf die Gleise gelegt.

Beim ersten Fall konnte der Lokführer noch rechtzeitig abbremsen. Es lagen 20 Steine in Reihe auf einer Schiene unterhalb des Schnackerl-Wäldchens.

Am Freitagabend gegen 22 Uhr fuhr ein Zugführer über wieder dort platzierte Steine. Dieser entdeckte aber im nahegelegenen Maisfeld zwei Jugendliche, die sich dort versteckt hatten und den Zug mit Maiskolben bewarfen.

 

Weitere Fälle zwischen 22.08. und 25.08.

Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich aber bereits am Montag, dem 22. August. Bislang unbekannte Täter legten eine circa 15 Kilogramm schwere Keramikplatte auf die Gleise. Gegen 22 Uhr fuhr ein Zug darüber und wurde beschädigt. Die Platte wurde wohl aus einem nahegelegenen Baumarkt gestohlen.

Auch am Mittwoch, dem 24.08., kam es zu einem Vorfall auf den Gleisen. Dort überfuhr ein Zug einen bislang noch nicht bekannten Gegenstand.

Bereits am Donnerstag, dem 25. August, wurden das erste Mal Steine auf den Gleisen auf Höhe des "Schnackerl-Wäldchens" festgestellt. In der Nähe des Tatorts wurde auch drei Jugendliche gesichtet.

 

Zeugen gesucht

Die Bundespolizei warnt vor solchen Aktionen. Nicht nur für die Zugreisenden, sondern auch für Personen im Umkreis können zersplitterte Steine zu gefährlichen Geschossen werden. Im schlimmsten Falle können auch Züge entgleisen. Vor Ort wurden Spuren gesichert. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.

Haben Sie etwas gesehen? Dann melden Sie sich bitte an die Bundespolizei Waldmünchen unter der Telefonnummer 09972 9408-0 oder per E-Mail an bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de

 

 

Update Bundespolizei - 30.08. 15:09 Uhr

 

In den Abend- und Nachtstunden am Freitag (26. August) kam es erneut zu Straftaten an der Bahnstrecke Regensburg–Ingolstadt: Gleich zweimal legten Unbekannte schon wieder Schottersteine auf einen Gleisstrang. Die Bundespolizei ermittelt verstärkt und hofft auf Zeugenhinweise.

Glücklicherweise entdeckte der Zugführer rechtzeitig das Hindernis auf einem Gleisstrang in Fahrtrichtung nach Regensburg. Es gelang dem Zug-Chef auf freier Strecke abzubremsen und somit einen möglichen Unfall abzuwenden. Eine "Falle" hatten die unbekannten Täter auf den Gleisen gestellt: unterhalb des Schnackerl-Wäldchens lagen 20 Steine in Reihe auf einer Schiene.

Der Lokführer stieg aus seiner Kabine aus, machte ein Foto vom Hindernis und entfernte dieses. Der Zug konnte dann die sicherere Weiterfahrt nach Regenburg antreten.

Die Täter aber kamen nicht zur Vernunft. Ein weiterer Zug hatte gegen 22:00 Uhr weniger Glück und überführ ein neues Hindernis – wieder waren es Steine. Diesmal konnte der Lokführer zwei Jugendliche ausmachen, die sich im nahegelegenen Maisfeld versteckt hielten und den Zug mit Maiskolben bewarfen.

Eine Streife der Polizeiinspektion Kelheim eilte zum Tatort, traf die Verdächtigen aber nicht mehr an.

Aus aktuellem Anlass bittet die Bundespolizei erneut um Zeugenhinweise. Jeder, der  sachdienliche Angaben zu der Tat oder den Tätern machen kann, wird gebeten, sich an die Bundespolizei Waldmünchen unter der Telefonnummer 09972 9408-0 oder per E-Mail an bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de zu wenden.

 

Erstmeldung 29.08.

Zwischen Montag (22. August) und Donnerstag (25. August) legten bisher unbekannte Täter Gegenstände auf die Gleise der Bahnstrecke von Regensburg nach Ingolstadt. Zwei Loks wurden beschädigt, die Bundespolizei sucht Zeugen.

Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich schon am Montag: Unbekannte Täter legten eine 60 x 60 x 2cm große und circa 15 kg schwere Keramikplatte nahe der Kreuzung Traubenstraße/Regensburger Straße auf die Gleise. Gegen 22:00 Uhr überfuhr ein Zug das Hindernis und wurde dabei beschädigt. Ersten Ermittlungen zufolge war die Platte in einem nahegelegenen Baumarkt ausgestellt und ist dort entwendet worden. Der an der Lok entstandene Schaden steht noch nicht fest.

Unweit dieses Tatorts gefährdeten Unbekannte am Mittwoch (24. August) erneut den Bahnverkehr und begingen eine Sachbeschädigung: Im Bereich des abknickenden Ahrnhofener Weges legten die Täter einen bisher nicht bekannten Gegenstand auf die Schienen, der von einer Lok, ebenfalls gegen 22:00 Uhr, überfahren wurde. Auch an dieser Lok entstand ein Schaden – die Höhe wird noch ermittelt.

Zu einem weiteren gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr kam es am Donnerstag (25. August) – wieder an derselben Bahnstrecke, diesmal auf Höhe des „Schnackerl-Wäldchens“. Unbekannte Personen platzierten dort Schottersteine auf einen Gleisstrang. Wieder gegen 22:00 Uhr fuhr ein Triebfahrzeug auf die Steine auf – ein Schaden an der Lok wurde hier nicht festgestellt. Im Bereich des Tatortes sind gegen 21:00 Uhr drei Jugendliche gesichtet worden.

Die Bundespolizei warnt: Durch das Auflegen von Gegenständen auf Schienenkörper entstehen ernst zu nehmende Gefahren für Zugreisende und Personen im Umkreis. Nicht selten zersplittern Steine und können zu gefährlichen Geschossen werden. Im schlimmsten Fall können Züge entgleisen.

Die Bundespolizei hat an allen Tatorten Spuren gesichert und ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen die noch unbekannten Täter.

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