Damit ehrt die Stadt das außergewöhnliche Lebenswerk und die jahrzehntelangen Verdienste Brandls mit ihrer höchsten Auszeichnung. Die Verleihung findet in einem eigenen, feierlichen Rahmen statt.
Dr. Uwe Brandl, 1959 in Abensberg geboren, promovierte nach dem Jurastudium an der Universität Regensburg und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt. Von 1993 bis 2023 führte er die Stadt dreißig Jahre lang. In dieser Zeit wuchs Abensberg von rund 11.000 auf knapp 15.000 Einwohner. Unter seiner Führung modernisierte die Stadt ihre Altstadt grundlegend und machte sie barrierefrei, erschloss neue Bau- und Gewerbegebiete und trieb zentrale Zukunftsaufgaben wie die Modernisierung der Schulen, den Ausbau der Kindertagesstätten, die Erneuerung der Infrastruktur sowie die Förderung von Glasfaser und erneuerbaren Energien voran. Zudem setzte er immer wieder visionäre Ideen allein mit gesellschaftlichem Engagement um, ohne den Stadthaushalt zu belasten – etwa das Theater am Bahnhof und die Gillamoos-Kapelle. So gelang es ihm immer wieder, sowohl steinerne Zeugen seiner Amtszeit zu hinterlassen als auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Vereinskultur seiner Stadt entscheidende Impulse zu geben.
Weit über die Stadtgrenzen hinaus prägte Uwe Brandl die deutsche Kommunalpolitik. Seine breite Vernetzung und Erfahrung setzte er stets zum Wohl Abensbergs ein. Als Präsident des Bayerischen Gemeindetags kämpfte er 24 Jahre lang unermüdlich für die Interessen der Städte und Gemeinden im Freistaat. Gleichzeitig gestaltete er das kommunale Geschehen auf Bundesebene maßgeblich mit: Über viele Jahre vertrat er als Präsident und Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) die Anliegen der Kommunen gegenüber der Bundespolitik. Für seine Verdienste um das Gemeinwohl erhielt er bereits den Bayerischen Verdienstorden und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Mit dem gestrigen Beschluss setzt Abensberg nun das höchste lokale Zeichen der Anerkennung für ein einzigartiges kommunalpolitisches Lebenswerk.
PM Stadt Abensberg