Zunächst steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, bis die provisorischen Mittelstreifenüberfahrten mit Schutzplanken geschlossen sind. Der vollständige Rückbau der Baustellenführung soll bis 15. Dezember abgeschlossen sein.
In den Wochen zuvor waren noch nächtliche Sperrungen nötig, um drei neue Schilderbrücken zu montieren. Diese Arbeiten wurden am 30. November 2025 frühmorgens abgeschlossen.
Der 11 Kilometer lange Abschnitt der A93 stammt ursprünglich aus dem Jahr 1984 und wies zunehmend Schäden an der Betonfahrbahn auf. Deshalb wurde die Strecke zwischen 2021 und 2025 grundlegend erneuert.
Insgesamt wurden 50.000 Kubikmeter Beton abgetragen und 120.000 Kubikmeter Material neu eingebaut. Beide Richtungsfahrbahnen erhielten jeweils drei Asphaltschichten mit einer Gesamtdicke von 30 Zentimetern – das entspricht rund 174.000 Tonnen Asphalt. Außerdem wurden 33 Kilometer Schutzplanken und 54 Kilometer Markierungen angebracht.
Für das Großprojekt investierte die Autobahn GmbH Südbayern rund 119 Millionen Euro.
Während der Bauzeit wurde der Verkehr mehrfach umgeleitet. In den Jahren 2023 und 2025 standen in beide Richtungen zusammen nur drei Fahrstreifen zur Verfügung – zwei Richtung München, einer Richtung Regensburg. Auch an den Anschlussstellen Regensburg-Süd, Bad Abbach und an der Rastanlage Pentling kam es zu zusätzlichen Einschränkungen.
Nach Abschluss der Arbeiten erhalten Autofahrer auf der A93 wieder zwei reguläre Fahrstreifen und einen Standstreifen je Richtung. In den kommenden Tagen werden die Mittelstreifenüberfahrten geschlossen und die Betonschutzwand entfernt.
Für 2026 sind noch Restarbeiten vorgesehen – unter anderem der Rückbau provisorischer Ein- und Ausfahrtsstreifen.
Der erneuerte Abschnitt ist der erste in Südbayern ohne Notrufsäulen. Die orangen Säulen wurden wegen fehlender Ersatzteile dauerhaft entfernt. Um zu verhindern, dass Verkehrsteilnehmer die Autobahn zu Fuß überqueren, werden auch die verbliebenen Säulen der Gegenrichtung abgebaut.
Die Autobahn Südbayern dankt allen Autofahrern und Anwohnern, die die Baustellenjahre geduldig ertragen haben. Auch den Rettungskräften gilt besonderer Dank – sie mussten ihre Einsatzpläne immer wieder an die wechselnde Verkehrslage anpassen.
Bereits in Planung ist die nächste große Fahrbahnerneuerung zwischen Saalhaupt und Abensberg. Der rund 13 Kilometer lange Abschnitt soll ab 2027 vorbereitet werden. Dabei müssen auch mehrere Unterführungen erneuert werden.
Pressemitteilung Autobahn GmbH des Bundes – Niederlassung Südbayern / MF