Do., 06.06.2019 , 15:51 Uhr

A3 Ausbau: Hochspannungskabel für BMW-Werk verlegt

Die Versorgung des BMW-Werks in Neutraubling ist bislang direkt neben der Autobahn verlaufen. Nun hat es einen neuen Platz finden müssen. Als Teil des Großprojekts zur Erweiterung der Autobahn A 3 verläuft die 110-kV-Verbindung künftig 30 Meter südlich von der Autobahn versetzt. Die rund 1,5 Millionen Euro teure Erneuerung und Verlegung des Erdkabels soll in zwei Wochen abgeschlossen werden.

Zwei neue Stahlgittermaste zwischen dem Umspannwerk Neutraubling des Bayernwerks und der Autobahn A 3 machen seit vergangenem Jahr sichtbar, dass die Erweiterung der Schnellstraße auch Eingriffe in die Infrastruktur zur Energieversorgung mit sich bringt. Über die bald sechsspurige Fahrbahn führt eine Hochspannungsverbindung aus Straubing mit zwei Stromkreisen. Die Verbindung ist erforderlich, um zum einen über die Mittelspannungsebene die Region Neutraubling mit Strom versorgen zu können und zum anderen, um mit einer leistungsstarken 110-kV-Verbindung das örtliche Werk des Autoherstellers BMW ins Netz einzubinden. Diese Verbindung hat das Bayernwerk in Abstimmung mit der Autobahndirektion Südbayern seit Ende 2018 verlegen müssen, um Platz für den Ausbau der Autobahn zu schaffen. Nach der erfolgreichen Hochspannungsprüfung soll das letzte von zwei Kabeln am 19. Juni wieder in Betrieb genommen werden.

Unterirdische Werkstatt

„Besonderheit des 110-kV-Kabelprojekts ist die aufwendige Verknüpfung von zwei technisch unterschiedlichen Kabeltypen: einem papierisolierten Gasinnendruck-Kabel, welches nicht mehr hergestellt wird und neuen Einleiterkabeln mit Kunststoffisolierung nach neustem Stand der Technik “, erklärt Projektleiter Christian Poppe vom Bayernwerk. In einer unterirdischen Werkstatt mit der Größe einer Doppelgarage neben der Walhallastraße werden momentan die unterschiedlichen Kabel von Mitarbeitern einer Spezialfirma aus Köln miteinander verbunden. „Eine der beiden Verbindungsmuffen hat nach Fertigstellung eine Länge von knapp vier Metern, kostet mit Material und Ausführung rund 100.000 Euro und bedarf einer reinen Montagezeit von vier Wochen“, sagt Christian Poppe.

Um während der Bauzeit neben der Autobahn das Risiko eines Versorgungsausfalls zu verhindern, hat der Netzbetreiber im Auftrag von BMW zur Vorbereitung der Kabelverlegung ein Provisorium zum Anschluss des Werks in Neutraubling errichtet (Pressemitteilung dazu auf www.bayernwerk.de/presse). Im Frühjahr haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayernwerks vier zusätzliche Stahltürme von bis zu 40 Metern Höhe vor Ort aufgestellt. Über diese mobilen, erstmals eingesetzten Strommasten führt eine Ersatzleitung auf das Werksgelände. Angeschlossen ist die provisorische Anbindung an die bestehende Hochspannungsleitung zwischen Altheim und Regensburg. Nach Wiederinbetriebnahme der Hochspannungskabel aus dem Umspannwerk Neutraubling wird das Freileitungsprovisorium wieder abgebaut.

 

Pressemitteilung Bayernwerk

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