So., 18.05.2025 , 08:16 Uhr

Regensburg startet Testphase zur Entfernung von Schrotträdern

In der Regensburger Altstadt startet die Aktion „Radlrettung“: Herrenlose Fahrräder sollen Platz machen für aktive Radler – mit roten Aufklebern, klaren Fristen und Unterstützung eines lokalen Partners.

Testlauf gegen herrenlose Räder startet

Wer in der Regensburger Innenstadt einen freien Abstellplatz für sein Fahrrad sucht, kennt das Problem: an vielen Stellen stehen Räder in Abstellanlagen, die offensichtlich seit Wochen oder Monaten nicht bewegt wurden. Zwar gibt es für das Abstellen von Fahrrädern keine festgelegte „Höchstparkdauer“, doch ist ein monatelanges Abstellen weder gewünscht, noch zulässig.

Die Stadt Regensburg testet deshalb ab sofort den Einsatz eines lokalen Partners: Die Firma Feine Räder wurde damit beauftragt, sogenannte herrenlose Räder im östlichen Teil der Innenstadt zu kennzeichnen und nach Ablauf einer vierwöchigen Frist aus dem Straßenraum zu entfernen.

 

Rote Aufkleber markieren herrenlose Fahrräder

Sofern festgestellt wird, dass in diesem Bereich, der unter anderem den Haidplatz, die Wahlenstraße, den Neupfarrplatz, die Maximilanstraße, den Dachauplatz sowie die Hemauer- und Bruderwöhrdstraße umfasst, ein Fahrrad schon lange an einer Stelle steht, die Verkehrssicherheit gefährdet oder verkehrsuntauglich ist, wird dieses mit einem roten Aufkleber markiert.

Dieser weist darauf hin, dass das Fahrrad nach der auf dem Aufkleber genannten Frist aus dem Straßenraum entfernt wird. Die entfernten Räder werden für drei Monate eingelagert und anschließend verwertet – daher auch der Name der Aktion: „Radlrettung“.

 

„Radlrettung“ soll Platz im Straßenraum schaffen

Die Testphase, die bis Herbst 2025 andauern wird, soll dazu dienen, durch die Entsorgung von herrenlosen Rädern mehr Platz im Straßenraum zu schaffen. Die Erkenntnisse sollen nach Ablauf der Aktion ausgewertet und im Stadtrat vorgestellt werden.

Bürgerinnen und Bürger, die auf ihrem Fahrrad einen roten Aufkleber entdecken oder ihr bereits entferntes Fahrrad zurückerhalten möchten, werden gebeten, sich direkt an das Fundbüro der Stadt Regensburg oder an die Firma Feine Räder zu wenden.

 

Stadt bittet um Mithilfe


In der Obermünsterstraße müssen bis Ende Mai 2025 auch legal abstellte Räder entfernt werden, da die hier bestehenden Abstellanlagen abgebaut und versetzt werden.

Auch vor dem Bürgerfest, das in diesem Jahr von 20. bis 22. Juni stattfindet, werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, die Fahrradstellplätze, die sich innerhalb der für das Fest reservierten Bereiche in der Regensburger Altstadt und in Stadtamhof befinden, frei zu räumen.

Stadt Regensburg / JM

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