Mi., 10.06.2020 , 13:13 Uhr

14. Juni: Weltblutspendetag - Vereint in guter Sache #missingtypes

Mit dem gemeinsamen Ziel, rund um den Weltblutspendertag am 14. Juni 2020 auf das überlebenswichtige Thema Blutspende aufmerksam zu machen, haben die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) die aktuell laufende Kampagne #missingtype – erst wenns‘s fehlt, fällt‘s auf" ins Leben gerufen.
 
Mittels der fehlenden Buchstaben A, B und O, stellvertretend für die Blutgruppen A, AB, B und 0, machen nationale sowie internationale Partner auf die Folgen fehlender Blutspenden aufmerksam und setzen so ein gemeinsames, starkes Zeichen für die Blutspende.

Wie wichtig diese Aufmerksamkeit ist, zeigte sich auch jüngst im Rahmen der Corona-Krise. Nur durch öffentlichkeitswirksame Aufrufe sowie die unerschrockene Solidarität der Spenderinnen und Spender konnte und kann die Versorgung von meist schwerkranken Patientinnen und Patienten aufrechterhalten werden. Dabei bewegen wir uns aktuell in manchen Regionen Deutschlands am unteren Rand der Bestände.

Blutspende in Corona-Zeiten: Die Fakten
 
Mit Blick auf die bereits erfolgten und bevorstehenden Lockerungen der Corona-Auflagen sowie der anstehenden Sommer- und Ferienzeit ist es essenziell, die angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen. Damit die lebenswichtige Versorgung aufrechterhalten werden kann, ist dieses Engagement alternativlos. Bei den angebotenen Terminen besteht kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. 
 
 
„In schwierigen Zeiten ist umso mehr das Engagement des Einzelnen gefragt. Es gilt zusammen- und füreinander einzustehen. Die Blutspende ist ein selbstloser, elementarer Dienst an der Gemeinschaft. Blutspenden heißt Verantwortung zu übernehmen. Die großartige Solidarität der Menschen im Zuge der Corona-Krise war ein beeindruckendes Signal der Hoffnung. Nun gilt es, diesen solidarischen Gedanken im Alltag fortzuführen“, sagt Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes und ergänzt: „Vor allem die junge Generation ist jetzt gefragt, die permanente Herausforderung einer Versorgung mit Blutpräparaten anzunehmen. Damit kann sie einen ganz persönlichen sowie nachhaltigen Beitrag leisten.“
 
Aufgrund der begrenzten Haltbarkeiten von Blutpräparaten, sowie der Alternativlosigkeit zu gespendetem Blut ist und bleibt ein kontinuierliches, weltweites Engagement der Menschen für die Blutspende unabdingbar. 
 
 

Spenderservice:

Alle Blutspendetermine und weiterführende Informationen für Spender und an der Blutspende Interessierte, beispielsweise zum kostenlosen Gesundheitscheck, sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

 

Medizinstudent ruft Blutspende-Wettbewerb ins Leben

Eine Gruppe um einen Medizinstudenten aus dem hessischen Marburg hat einen Blutspende-Wettbewerb ins Leben gerufen. Gesucht werde dabei «die blutreichste Hochschule Deutschlands», teilten Leonard Richter und seine Mitstreiter von der Initiative «Medisspendenblut» am Montag mit. Dabei bitten Teams an rund 20 deutschen Universitäten und Hochschulen um Blutspenden - welches Team am Ende im Verhältnis zur Anzahl der Medizinstudenten die meisten Spenden bekommen hat, hat gewonnen.

«Als zukünftige Mediziner tragen wir eine besondere Verantwortung und auch die Pflicht, gerade beim Thema Blutspenden als Vorbilder im Sinne der Gesellschaft zu handeln», begründete Richter die Initiative. «Wir möchten so viele Menschen wie möglich ansprechen, sie über den Mangel an kontinuierlichen Blutspendern und dessen lebensrettende Funktion aufklären und ermutigen, die Spende nicht auf die lange Bank zu schieben», sagte Mitorganisatorin Merle Göben.

Die Aktion endet am 3. Juli. Der Wettbewerb soll künftig jährlich ausgetragen werden. Erst vor wenigen Wochen hatte das hessische Sozialministerium erneut zum Blutspenden aufgerufen, weil die Konserven in Hessen zur Neige gehen. 

 

 

Blutreserven in der Corona-Krise

Die Versorgung mit überlebenswichtigen Blutpräparaten ist aktuell (Stand: 29.05.2020) gesichert. Darüber sind der Blutspendedienst sowie viele Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern sehr froh und dankbar. Gleichzeitig darf diese Momentaufnahme mit Blick auf die bevorstehende Sommerzeit und weiteren Lockerungen der Corona-Auflagen kein falsches Signal sein. Vor allem vor dem Hintergrund ansteigender Bedarfe aus den Klinken, welche die Ferienzeit nutzen, um Corona-bedingt verschobene Operationen nun nachzuholen.

Aufgrund der begrenzten Haltbarkeiten von Blutpräparaten ist und bleibt ein kontinuierliches Engagement der Menschen im Freistaat unabdingbar. Jetzt nur nicht nachlassen lautet daher die Devise, um weiterhin sicher durch die anstehenden Sommermonate zu gelangen.

Eine kurzfriste Änderung von Terminen oder Orten der Blutspende ist auch in der derzeitigen Situation möglich. Alle Termine finden Sie auf der Homepage https://www.blutspendedienst.com/termine

 

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