Do., 26.01.2017 , 18:42 Uhr

1. Stadtratssitzung nach Verhaftung des Regensburger OBs

Die erste Sitzung nach der Verhaftung des Regensburger Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs (SPD) hat am Donnerstag Nachmittag nur eine Stunde gedauert. 13 Tagesordnungspunkte wurden einstimmig beschlossen, nach gerade mal 15 Minuten war dann die Spendenaffäre um OB Wolbergs und seinen Vorgänger Alt-OB Hans Schaidinger (CSU) Thema. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Hartl, gegen den in dieser Sache ebenfalls ermittelt wird, war zwar anwesend, wollte sich gegenüber TVA jedoch nicht äußern.

Mit einem Dringlichkeitsantrag wollte die CSU die Stadtratsarbeit ändern: Der Ältestenrat sollte demnach als vorberatendes Gremium vor anstehenden Entscheidungen zu Rate gezogen werden. Diese sollten außerdem ohne Bindung an bestehende Vereinbarungen getroffen werden, sowie eine Ombudsstelle bei der Stadtverwaltung eingerichtet werden. Dort sollen Bürger Beschwerden und Eingaben einreichen können.


Video: Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat mit uns über die aktuelle Situation in Regensburg gesprochen

Der Dringlichkeitsantrag wurde gegen die Stimmen der CSU abgelehnt. Die CSU warf Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) vor, nicht willens zu sein, die Sache intern aufzuklären. Die Stadtratsarbeit jetzt zu ändern sei verfrüht, entgegnete die Stellvertreterin von Wolbergs. Die Zusammenarbeit zwischen den Stadträten könnten diese natürlich jederzeit unter sich verbessern, so die Bürgermeisterin.

Ludwig Artiger (Freie Wähler) warf der CSU Scheinheiligkeit vor. Der Antrag diene nur einem Zweck: Die Affäre um OB Wolbergs parteipolitisch auszunutzen.

Neben der CSU zeigte sich die ödp entsetzt, dass die Affäre kein größeres Gewicht erhalten hat. Die ödp hatte auf eine große Fragestunde gehofft, in der es Antworte gäbe. Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer betonte, dass sie leider noch keine Fakten kenne und es daher zu früh sei, aufgrund von Informationen, die man überwiegend aus der Presse erfahre, Maßnahmen zu ergreifen. Sie betonte erneut, dass trotz der Verhaftung des Stadtoberhauptes die Verwaltung in der Lage sei, zu arbeiten und dass die Vorgänge auch intern in alle Richtungen aufgeklärt werden sollen.

 

Am Freitag (27.01) sehen Sie in unserem TVA Journal einen ausführlichen Bericht zur Sitzung des Stadtrats.

 

CB

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

19.08.2025 Verfahren gegen Ex-OB Joachim Wolbergs in München wohl erst im Frühjahr 2026 Ursprünglich war der Prozessstart bereits für Februar 2025 vorgesehen, dann auf September verlegt worden. Nun sollen auch diese Termine nicht gehalten werden können. Weitere Verschiebung wegen vorrangiger Haftsachen Wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte, plant die zuständige Kammer derzeit eine Verhandlung im Frühjahr 2026. Konkrete Termine stünden noch nicht fest. Die für den 16.03.2026 Regensburg: Eingeschränkter Stadtbusverkehr wegen Warnstreik am Donnerstag Aufgrund eines erneuten Warnstreiks von ver.di kommt es von Donnerstag, 19. März, 03:00 Uhr, bis Freitag, 20. März, 03:00 zu Ausfällen und Einschränkungen im Stadtbusverkehr Regensburg. Um die Anbindung nahezu aller Stadtteile sicherzustellen, wird erneut ein Notkonzept umgesetzt. Dieses orientiert sich am bekannten Nachtliniennetz und wird um weitere Linien ergänzt. 16.03.2026 Regensburg/Gießen: Landtour „MENSCH.MEDIZIN“ bringt medizinische Forschung in ländliche Regionen Die Landtour „MENSCH.MEDIZIN“ bringt medizinische Forschung mit rund 55.000 Euro Förderung in ländliche Regionen in Bayern und Hessen und macht Themen wie Nierengesundheit für die Menschen vor Ort verständlich und erlebbar. 16.03.2026 Regensburg: 45-Jähriger nach Einbruch in Bäckerei festgenommen In einer Bäckerei im Süden von Regensburg ist am frühen Freitagmorgen ein 45-jähriger Mann nach einem Einbruch vorläufig festgenommen worden, obwohl nichts gestohlen wurde.