Ablenkung auf der Straße: Polizei legt Fokus auf die A3 bei Regensburg

Ablenkung im Straßenverkehr hat viele Gesichter. Die Folgen der Ablenkung gleichen sich hingegen in vielen Fälle – Verkehrsunfälle mit Verletzten oder gar tödlichem Ausgang und immense Sachschäden. Die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg achtet ab Montag, 27.08.2018, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, verstärkt auf der Bundesautobahn A3 bei Regensburg auf abgelenkte Verkehrsteilnehmer. 

Eine zentrale Rolle bei der Unfallursache Ablenkung nehmen Smartphones in den Händen von Fahrzeuglenkern ein. Auch wenn die polizeiliche Unfallstatistik keine konkreten Aussagen zu dieser Annahme erlaubt, liegen ausreichend Erkenntnisse für diesen Schluss vor.
Nahezu jeder Verkehrsteilnehmer kennt die Situation. Im Verkehrsgeschehen fällt plötzlich ein anderes Fahrzeug durch unsichere Fahrweise oder gefährliche Fahrmanöver auf. Gelingt einem dann der Blick auf den Fahrer oder die Fahrerin, zeigt sich häufig, dass diese telefonieren oder sonst mit einem Smartphone hantieren.

Der Umstand, dass telefonieren oder Nachrichten schreiben während des Lenkens eines Fahrzeuges das Unfallrisiko um mindestens das Vierfache erhöhen ist noch zu wenig im Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer verankert.
Dabei liegt der Rückschluss, dass diese und eine Vielzahl weiterer Aktivitäten vom Verkehrsgeschehen ablenken und damit Reaktionszeiten deutlich erhöhen klar und nachvollziehbar auf der Hand.

„Wer seine Augen auf das Smartphone gerichtet hat, nimmt das Verkehrsgeschehen während dieser Zeit nicht wahr!“

Da Störungen im Verkehrsfluss gerade auf der Bundesautobahn A3 gravierende Auswirkungen haben, bildet der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Rosenhof und Sinzing bei Regensburg den Schwerpunkt der Überwachungsmaßnahmen der Polizei.
In diesem Streckenabschnitt liegen mehrere Baustellen für den sechsstreifigen Ausbau der wichtigen Verkehrsader. Selbst kleine Unfälle führen regelmäßig zu langen Stauungen und damit zu großen Zeitverlusten bei vielen Verkehrsteilnehmern.

Um Fahrzeuglenkern die Gefahren durch Ablenkung näher zu bringen, erfolgt eine Ankündigung der geplanten Kontrollen. Festgestellte Verstöße werden konsequent geahndet und so viele Verkehrsteilnehmer wie möglich unmittelbar mit dem festgestellten Fehlverhalten konfrontiert.

Die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass Verkehrsregeln insbesondere dann eingehalten werden, wenn diese auch überwacht werden.

Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg mit Unterstützungskräften richten ihre Blicke ab Montag, 27.08.2018 verstärkt in die Fahrzeuge auf der Autobahn A3 um hier Ablenkungen erkennen zu können. Zur Anhaltung der betroffenen Fahrzeuge setzt die Verkehrspolizei auch Motorradfahrer ein.
Diese Kolleginnen und Kollegen sorgen mit ihren wendigen Fahrzeugen auch im Falle von Unfällen oder Störungen im Baustellenbereich dafür, dass erforderliche Maßnahmen möglichst zeitnah erfolgen können und dadurch Beeinträchtigungen für den Verkehrsfluss minimiert werden.

PM/MF