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A3: Schwerer Unfall mit Lastwagen zwischen Laaber und Nittendorf

Auf der A3 zwischen Laaber und Nittendorf hat sich in Fahrtrichtung Regensburg ein folgenschwerer Unfall ereignet. Der Lastwagenfahrer ist noch an der Unfallstelle gestorben.

Ein Kühl-LKW kam aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte rund 8 Meter tief einen Hang hinunter.

Mit einem Kran konnte das Führerhaus des Lastwagens angehoben werden. Der schwer verletzte Fahrer ist aber im Führerhaus eingeklemmt gewesen. Der 65-Jährige ist noch an der Unfallstelle gestorben. 

Auf der A3 kam es für mehrere Stunden zu Verkehrsbehinderungen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften ist vor Ort gewesen. 

 

 

Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg:

Ein 65-jähriger Lkw-Fahrer aus Nordrhein-Westfalen war mit seinem Kühl-Sattelzug auf der A3 in Richtung Regensburg unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Nittendorf geriet der Lkw in einer Linkskurve aus bislang unbekannter Ursache auf das Bankett. Die Unfallspuren deuten darauf hin, dass der Fahrer noch versuchte sein Fahrzeug zurück auf die Fahrbahn zu lenken. Dies misslang jedoch, sodass der Lkw die Leitplanke durchbrach und nach rechts die Böschung herabstürzte. In der bewaldeten Böschung kam der Lkw zum Liegen, wobei das Führerhaus umkippte. Zunächst konnte der Fahrer nicht aufgefunden werden, weshalb er unter dem Führerhaus vermutet wurde. Schnellstmöglich wurde ein Kran zur Unfallstelle beordert, um das Führerhaus anzuheben. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass der Fahrer im stark deformierten Führerhaus eingeklemmt war. Aufgrund der Seitenlage und der Deformationen gestaltete sich der Zugang zum Führerhaus sehr schwierig.

 

Feuerwehr und Notarzt versuchten noch das Leben des Verunfallten zu retten, jedoch kam jede Hilfe zu spät. Kurz nach der Bergung konnte durch den Notarzt nur noch der Tod festgestellt werden. Hinweise auf ein Fremdverschulden ergaben sich nicht. Ob der Unfall in Zusammenhang mit dem Regen zur Unfallzeit steht, oder andere Ursachen eine Rolle spielen, soll nun ein Gutachten klären.

 

Die Bergung des Fahrzeugs gestaltete sich aufgrund der steilen Böschung kompliziert. Die Autobahn musste während der Unfallaufnahme und der Bergung in Fahrtrichtung Passau komplett gesperrt werden. Aktuell dauern die Bergungsarbeiten und damit die Vollsperre immer noch an und werden erst in den Nachmittagsstunden abgeschlossen sein.

 

An dem Lkw entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Das Ausmaß der Schäden am Sattelanhänger steht noch nicht fest. Außerdem hatte der Lkw gefrorene Fleischwaren geladen. Diese werden durch eine Firma umgeladen. Ob die Waren noch in den Verkehr gebracht werden dürfen, ist fraglich.

Ebenfalls wurden mehrere Leitplankenfelder beschädigt. Auslaufender Diesel rief auch das Landratsamt und das Wasserwirtschaftsamt auf den Plan. Von diesen Stellen wird derzeit geprüft, ob und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um eine Boden- oder Gewässerverunreinigung zu verhindern.

 

An der Unfallstelle waren neben der Autobahnmeisterei Pollenried und dem Rettungsdienst die Freiwilligen Feuerwehren Nittendorf, Undorf, Sinzing und Etterzhausen eingesetzt.

 

Zeugenaufruf:

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs werden Zeugen gebeten, sich unter 0941/506-2921 bei der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg zu melden.

 

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Informationen und Fotos: Alexander Auer