Zu wenige Ärzte im Landkreis Cham: Notdienst neu geregelt

Ab 1. Mai teilen sich drei Mediziner den Bereitschaftsdienst im ganzen Landkreis Cham. Früher war der Landkreis in vier einzelne Bereiche unterteilt gewesen: Jetzt muss der Dienst zusammengefasst werden, weil nicht mehr genug Ärzte zur Verfügung standen. Dadurch sollen die diensthabenden Ärzte entlastet werden. Gleichzeitig entstehen für Ärzte und für Patienten aber auch längere Anfahrtswege.

Bereits seit Jahren wird vor dem Ärztemangel auf dem Land gewarnt. Die düsteren Prognosen bestätigen sich: Schon heute lassen sich junge Mediziner nicht mehr gern auf dem Land nieder. Für die Patienten bedeutet das weitere Wege und längere Wartezeiten.

Von der Zusammenlegung des Bereitschaftsdienst erhofft sich die Kassenärztliche Vereinigung eine Steigerung der Attraktivität ländlicher Regionen für junge Mediziner. Dazu gehört es auch, die nächtlichen Bereitschaften und die Wochenend-Dienste möglichst gering zu halten.

 

3.4.2013/CB