Zehn Jahre Busverbindung zwischen Bayern und Tschechien

Die Verbindungen im ÖPNV zwischen Bayern und Tschechien werden weiter ausgebaut. „Grenzüberschreitende Bus- und Bahn­linien sind wichtige Lebensadern einer guten Nachbarschaft.“ Darin waren sich heute Verkehrsminister Joachim Herrmann und der tschechische Verkehrsminister Dan Ťok auf dem kleinen „Festakt zur grenzüberschreitenden Busverbindung Bayern-Tschechien“ einig. Gemeinsam feierten die beiden Verkehrsminister das mittlerweile zehnjährige Jubiläum mit einer Busfahrt von Neukirchen b. Hl. Blut im Oberpfälzer Landkreis Cham bis nach Nyrsko in Tschechien.

Herrmann sieht in dem Projekt „Durchlässige Grenze“ einen großen Erfolg. Deshalb hat der Freistaat hier auch Anschubhilfe ge­leistet. „Seit 2008 haben wir für die Buslinie von Arnbruck über Lam nach Hamry insgesamt 215.000 Euro bereitgestellt, zuletzt 25.000 Euro jährlich. Auch im kommenden Jahr werden wir uns mit 25.000 Euro am Betrieb der Linie beteiligen“, so Herrmann heute.

Dass das Geld auch nachhaltig angelegt ist, sieht Herrmann am Ergebnis. Tschechische Jugendliche nutzen die Buslinie gerne, um die Freizeitbäder in Furth im Wald und Waldmünchen zu besuchen. Aber auch für den Tourismus ist diese Vernetzung wichtig. Herrmann: „Das macht den Bayerischen Wald und den Böhmerwald zu einer gut vernetzten und dadurch attraktiven Tourismusdestination.“

Kein anderer Landkreis entlang der bayerisch-tsche­chischen Grenze bietet Fahrgästen so viele Angebote mit unseren Nachbarn aus Tsche­chien an. „Der Landkreis Cham ist wahr­haftig ein Brückenbauer in Richtung Osten und ein leuchtendes Beispiel für das Zusammenwachsen Europas“, sagte Herrmann abschließend.

 

PM/LH