© BMW Group

„Work Here“: Flüchtlinge gewinnen bei BMW berufliche Einblicke

Einblicke in ein Industrieunternehmen, verbesserte Deutschkenntnisse und eine erste Orientierung mit Blick auf die berufliche Eintwicklung: Die ersten 20 Teilnehmer des Qualifizierungs-Programms „Work Here“ nehmen nach einem sechswöchigen Einsatz im
BMW Group Werk Regensburg wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen mit. Zum Abschluss des ersten Programm-Durchlaufs überreichte Personalleiter Alexander Bergmann den Flüchtlingen ein Zertifikat, in dem die Schwerpunkte des Orientierungseinsatzes aufgeführt sind. Das Zertifikat ist für die Teilnehmer eine wichtige Referenz, weil meist keine Dokumente über ihre bisherigen beruflichen Stationen vorliegen. „Sie haben großen Einsatz gezeigt und Ihr Wissen in vielerlei Hinsicht vertieft“, sagte Bergmann zum Abschluss des Praxistrainings im Werk. „Aber auch wir haben viel dazu gelernt und unseren Blickwinkel erweitert“.

 

Jeder Teilnehmer wird von einem BMW-Mitarbeiter betreut

 „Work Here“ ist eine übergreifende Initiative der BMW Group. Ziel ist, die langfristige Perspektive von Flüchtlingen in Deutschland zu verbessern. Wie andere Standorte des Unternehmens hat auch das Werk in Regensburg Flüchtlingen nun erstmals die Teilnahme an einem sechswöchigen Praxistraining ermöglicht. 19 Männer und eine Frau, die aus Syrien, aus dem Irak, Iran oder Lybien nach Deutschland geflüchtet sind, haben den Alltag in der BMW-Produktion oder in Support-Bereichen kennengelernt. Dabei waren sie nicht sich selbst überlassen. Ob bei der Montage von Stoßfängern, beim Prüfen lackierter Karossen oder bei Programmierungen in der IT –  im Rahmen von „Work Here“ hatte jeder Teilnehmer einen BMW-Paten an seiner Seite.

© BMW Group

Bild: Khadiie Tayefi Nasrabadi aus dem Iran (links) mit ihrer Mentorin Kerstin Niebler.

 

Agentur für Arbeit: Flüchtlinge haben ihre Chancen verbessert

Aus Sicht der Agentur für Arbeit in Regensburg zeichnet sich „Work Here“ durch die Kombination aus fachlichen, persönlichen und sprachlichen Angeboten aus. Bereichsleiterin Christine Scharf-Haggenmiller: „Bei BMW lernen die Flüchtlinge unmittelbar, was Schichtbetrieb, hohe Qualitätsanforderungen und Präzision in der zeitlichen Taktung bedeuten. Dazu kommen intensive Sprach- und Integrationstrainings. Je mehr Inhalte die Teilnehmer mitnehmen, desto mehr steigen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“ Die Agentur für Arbeit hatte die Auswahl der Teilnehmer koordiniert und unterstützte das BMW-Projektteam um Katharina Spitzer.

 

Teilnehmer und Paten sind gleichermaßen stolz

Wie die anderen Teilnehmer hat auch Ahmad Muhieddin im Regensburger Jobcenter von „Work Here“ erfahren. Nachdem er seine syrische Heimat vor eineinhalb Jahren verlassen musste, bekam er in Deutschland eine Aufenthaltsgenehmigung und suchte nach einer Möglichkeit, die deutsche Arbeitswelt kennen zu lernen. Inzwischen spricht der 22-jährige gutes Deutsch und ist stolz auf seinen Einsatz in der Montage im BMW Group Werk Regensburg: „Das war wirklich spannend. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und nehme viel mit“.  Eine positive Bilanz des ersten „Work Here“-Durchlaufs zieht auch Fertigungsmeister Martin Schmidbauer. Er hat als BMW-Pate zwei Flüchtlinge durch das Programm begleitet. „Ich bin stolz auf die Beiden. Sie haben in kurzer Zeit wirklich viel gelernt“.

 

Das Programm „Work Here“ wird fortgesetzt

Im BMW Group Werk Regensburg soll das Qualifizierungs-Programm „Work Here“ im Herbst dieses Jahres mit einer zweiten Gruppe fortgesetzt werden.

 

Pressemitteilung/MF