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Wirtschafskrise: Krones will Stellen mit Freiwilligenprogramm abbauen

Die Krones AG will 500 Stellen abbauen – jedoch ohne betriebsbedingte Kündigungen. Das Unternehmen hat heute bekannt gegeben, dass der Stellenabbau mit einem sogenannten Freiwilligenprogramm ablaufen soll. Welche Standorte davon betroffen sein werden, ist noch nicht klar. Das Freiwilligenprogramm sieht vor, dass Mitarbeiter zum Beispiel in den Vorruhestand gehen können. Dieses Angebot gelte laut Krones für Mitarbeiter, die 59 Jahre oder älter sind. Anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wolle man individuell ausgearbeitete Aufhebungsverträge anbieten.

Der geplante Stellenabbau ist eine Reaktion auf die durch die Krise angespannte Wirtschaftslage. Zwar sei die Talsole wahrscheinlich durchschritten, die Getränkehersteller, also die Kunden der Krones AG, würden sich aber bei Investitionen extrem zurückhalten. Das wäre für die Krones AG im Auftragseingang längere Zeit erheblich zu spüren. Laut Krones werde es drei bis vier Jahre dauern, bis sich der Getränkemarkt weltweit erholt habe.

MF

 

 

Die Mitteilung der Krones AG

Die Corona-Pandemie und die daraus resultierende Wirtschaftskrise beeinflussen weiterhin auch die Geschäfte von Krones. Vor dem Hintergrund des zukünftig zu erwartenden Umsatzrückgangs hat Krones entschieden, die Personalstärke anzupassen und sogenannte Freiwilligenprogramme aufzulegen.

Kundenbefragungen und Marktanalysen zeigen zwar, dass wahrscheinlich die Talsohle durchschritten ist, wobei sich Auftragseingang und Umsatz im internationalen Getränkemarkt aber nur auf niedrigerem Niveau stabilisieren. Die Getränkehersteller reagieren mit einer extremen Zurückhaltung bei ihren Investitionen, was Krones längere Zeit im Auftragseingang erheblich zu spüren bekommen wird. Das Unternehmen geht davon aus, dass es drei bis vier Jahre dauern wird, bis sich der Getränkemarkt weltweit von den Auswirkungen erholt hat.
Bedauerlicherweise werden die derzeit eingesetzten Instrumente wie Stundenreduktion, Abbau von Zeitarbeitnehmern, Kurzarbeit und ein Einstellungsstopp nicht ausreichen, um den Personalbedarf an die mögliche Umsatzentwicklung von Krones in den kommenden Jahren anzugleichen. Deshalb kommt das Unternehmen nicht umhin, als zusätzliche Maßnahme Stellen soweit möglich, sozialverträglich abzubauen.
Hierfür werden sogenannte Freiwilligenprogramme genutzt, die interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen sollen, den Ausstieg bei Krones bzw. den Übertritt in den Ruhestand finanziell abzusichern. Im Rahmen dieser Programme werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die entweder in bestimmten Organisationsbereichen beschäftigt oder in ausgewählten Berufsbildern tätig sind, individuell ausgearbeitete Aufhebungsverträge angeboten. Zusätzlich werden allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 59 Jahre oder älter sind, Angebote für einen Eintritt in den Vorruhestand unterbreitet.

Krones geht davon aus, im Rahmen dieser Freiwilligenprogramme in allen deutschen Werken damit 500 Stellen abbauen zu können. Die Laufzeit der Programme ist zeitlich begrenzt. Auch im Ausland wird es ähnliche Programme zum Stellenabbau geben.

Pressemitteilung Krones AG

 

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