Wintereinbruch auf dem Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Dezember wie üblich gestiegen. Knapp 251 700 Menschen waren im Freistaat ohne Job. Das sind fast 10 000 mehr als im November, aber 4500 weniger als ein Jahr zuvor. Auch in Ostbayern stellt sich die Arbeitsmarktsituation im Vergleich zu 2013 leicht positiv dar. Lediglich im Landkreis Straubing-Bogen ist die Arbeitsmarktzahl im Dezember 2014 höher als noch 12 Monate zuvor.

In allen anderen Stadt- und Landkreisen sinkt die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem November steigen die Zahlen saisonbedingt aber teils erheblich. Besonders jahreszeitabhängig scheint der Arbeitsmarkt im Landkreis Cham zu sein: Knapp ein Viertel mehr Menschen sind dort im Dezember mehr als Arbeitssuchend gemeldet. Auch in den Landkreisen Straubing-Bogen (10,8 Prozent) und Kelheim (12 Prozent) steigt die Zahl im Vergleich zum November zweistellig.

Zahl Quote d Vormonat d Vorjahr
Regensburg

3.295

4,2 %

+ 3,5% – 5,7%
Regensburg Land

2.422

2,3 %

+ 7,0% – 5,5%
Kelheim

1.648

2,5 %

+ 12,0% – 9,1%
Straubing

1.300

5,3 %

+ 3,6% – 6,4%
Straubing-Bogen

1.482

2,7 %

+ 10,8% + 3,4%
Cham

2.047

3,0 %

+ 24,7% -3,4 %

Die Zahlen im Detail:

 

Bayernweit sinkender Trend

Bayernweit legt die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf 3,6 Prozent zu. «Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist typisch in dieser Jahreszeit. Jedoch fällt er in diesem Jahr geringer aus als im Dezember 2013», erläuterte der neue Chef der Regionaldirektion Bayern, Markus Schmitz, am Mittwoch in Nürnberg. «Vor allem Frauen und ältere Arbeitslose sind weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch vor einem Jahr.»

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: «Im Dezember hat die Zahl der arbeitslosen Menschen aus jahreszeitlichen Gründen etwas zugenommen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit weiter zurückgegangen.» Eine Zunahme sei im Dezember üblich, der Anstieg sei diesmal aber geringer ausgefallen als in den Vorjahren.

 

SC / dpa