Wetter: September war sonniger als Juni und Juli!

Unglaublich aber wahr: Auf der Zielgraden hat der September in Sachen Sonnenscheindauer den Juni und den Juli überholt. Im Juni schien die Sonne 181 Stunden. Im Juli waren es 200 Stunden. Der September brachte es dagegen bisher schon auf 210 Stunden.

„Das ist wirklich eine unglaubliche Leistung, besonders wenn man bedenkt, dass der September deutlich kürzere Tage hat. Im Juni befindet sich der längste Tag und trotzdem hat der September die Nase vorn. Noch etwas sonniger war es nur im August. Dort gab es 223 Sonnenstunden. Aber: in den 210 Sonnenstunden für September fehlen noch die Daten für den gestrigen Donnerstag und den heutigen Freitag. Man kann also nicht ausschließen, dass sogar der August zumindest noch eingeholt wird“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Der September ist damit der eigentliche Sommermonat des Jahres 2016 gewesen. Er brachte die stabilsten Schönwetterphasen und den meisten Sonnenschein. Der Oktober hat nun gute Chancen daran anzuknüpfen. Nach einem wechselhaften ersten Oktoberwochenende könnte es nächste Woche wieder sonnig und trocken werden.

Auch bis Monatsmitte sieht es eher trocken aus. Damit wird die Trockenheit so langsam zu einem echten Problem. Der gesamte September war bisher deutlich zu trocken und auch der August war deutlich zu trocken. Im September fiel im Schnitt nur etwas mehr als die Hälfte der langjährigen Durchschnittssumme. Im August fielen 40 Prozent weniger Regen als üblich.

Am Samstag und Sonntag ist es eher wechselhaft. Dann hat man die größten Chancen nass zu werden. Doch ab Montag wird es wieder überwiegend trocken sein. Aber: Es wird deutlich frischer als zuletzt sein. Die Höchstwerte liegen meist nur noch zwischen 13 und 21 Grad. In der Früh wird es richtig kalt sein. Teilweise wird es sogar Bodenfrost geben.

Bild: Frühwerte (in 2 m Höhe) am Mittwochmorgen, da ist stellenweise frieren angesagt.

 

 

Die Waldbrandgefahr ist derzeit extrem hoch. Zudem kommt es besonders im Osten immer wieder zu Behinderungen durch aufgewirbelte Erde von den Feldern. Alles ist trocken und der Wind bläst zeitweise recht kräftig.

Fazit: Samstag und Sonntag versucht der Herbst einen ersten Angriff. Doch schon ab dem Tag der Deutschen Einheit steigt der Luftdruck wieder an und es scheint häufig die Sonne. Nachts wird es zwar empfindlich kühl, der Herbst kann sich allerdings noch nicht final etablieren!  

 

Pressemitteilung wetter.net/MF