Wetter: Kommt nach den Herbststürmen der Winter?

Sturmtief Mirja ist da und wirbelt ganz schön um sich. Bereits am frühen Morgen wurden in Nordrhein-Westfalen Sturmböen bis 100 km/h gemessen und das im Flachland. Auf dem Brocken im Harz waren es sogar Orkanböen bis 120 km/h.

„Mit Tief Mirja kommt außer dem Sturm auch noch jede Menge Regen und vor allen Dingen auch warme Luft zu uns. Um 6 Uhr heute Morgen wurden beispielsweise in Freiburg im Breisgau schon 15 Grad gemessen. Wer heute Morgen vor die Haustüre tritt der kann bei dem warmen Lüftchen schon mal schnell Frühlingsgefühle bekommen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die Großwetterlage bleibt erstmal bis mindestens Dienstag auf Sturm getrimmt. Immer wieder überqueren uns Tiefausläufer und die bringen uns weiter viel Wind, Regen und warme Luft. Bis in die nächste Woche hinein ist erstmal kein Winterwetter in Sicht.

Bild: Prognostizierte Windspitzen am Freitagmorgen/Vormittag

 

So geht es weiter:

  • Samstag: 6 bis 11 Grad, Südosten Regen, sonst auch mal Sonnenschein
  • Sonntag: 7 bis 14 Grad, im Nordwesten neuer Sturm, sonst frischer Wind, immer wieder viele Wolken und Regen
  • Montag: 8 bis 16 Grad, Sonne und Wolken, ab und zu etwas Regen, nach Nordwesten hin windig
  • Dienstag: 8 bis 15 Grad, im Westen Regen nach Osten hin ebenfalls Wolken, aber kaum Regen
  • Mittwoch: 8 bis 13 Grad, überwiegend bewölkt, im Westen zeitweise Regen, sonst trocken
  • Donnerstag: 7 bis 12 Grad, mal Sonne, mal Wolken, in der Mitte etwas Regen
  • Freitag: 4 bis 10 Grad, wechselnd bewölkt, meist trocken
  • Samstag: 4 bis 8 Grad, mal Sonne, mal Wolken oder Nebel und trocken
  • Sonntag (1. Advent): 4 bis 10 Grad, wechselnd bewölkt und meist trocken

Erstmal bleibt es sehr mild. Im Laufe der kommenden Woche gehen die Temperaturen dann wieder etwas zurück.

 

 

KOMMT NACH DEN HERBSTSTÜRMEN DER WINTER?

Oftmals passiert es ja, dass nach einer ganzen Serie von kleineren oder größeren Stürmen sich deutlich kältere Luft durchsetzen kann. Auch in der nächsten Woche kühlt es nach den Stürmen langsam ab. Doch ist dann auch richtige Winter mit Eis und Schnee in Sicht? Auf diversen Wetterseiten im Netz war ja immer wieder zu lesen, dass ein „gestörter Polarwirbel“ uns bereits schon im November einen strammen Winter bringen sollte. Bisher war davon nichts zu sehen. Nun wurde diese Prognose auf Anfang Dezember verschoben. Was ist dran?

„Ich bleibe dabei: an dem Polarwirbel allein und dessen Verhalten allein kann man keine Rückschlüsse auf den kommenden Winter und die Wetterlage ziehen. Das ist nur ein einzelnes Kriterium von vielen welches es zu beachten gilt. Derzeit ist auch nach wie vor zum Monatswechsel kein Wintereinbruch in Sicht. Richtung 1. Advent wird es zwar etwas kühler, aber eine Einwinterung mit Eis und Schnee zeigen die Wettermodelle nach wie vor nicht“ sagt Wetterexperte Jung.

Pressemitteilung/MF