Wegen Corona-Lockdown in Bayern: Einbruch der Gäste- und Übernachtungszahlen im März

Die Zahlen für März bei den Gäste- und Übernachtungszahlen zeigen das Ausmaß des Corona-Lockdowns in Bayern. 61,5 Prozent Rückgang bei den Gästezahlen im Vergleich zu Februar und 53,4 Prozent Rückgang bei den Übernachtungen. Von diesem massiven Einbruch waren alle Regierungsbezirke gleichermaßen betroffen. 

Die Auswirkungen der CoViD-19-Pandemie auf den bayerischen Tourismus spiegeln sich in den Gäste- und Übernachtungszahlen für den Monat März deutlich wider. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach den nun vorliegenden, vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus mitteilt, brachen die Gästezahlen in den rund 10 980 geöffneten Beherbergungsbetrieben*) Bayerns im März 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 61,5 Prozent auf rund eine Million ein, die Zahl der Übernachtungen sank um 53,4 Prozent auf unter 3,2 Millionen.

Die Zahl der inländischen Gäste ging um 58,4 Prozent zurück, deren Zahl an Übernachtungen halbierte sich gegenüber März 2019. Die Nachfrage aus dem Ausland war mit einem Minus von 71,8 Prozent bei den Gästeankünften und von 64,9 Prozent bei den Übernachtungen noch stärker betroffen. Die starken Einbrüche im März dominieren auch das Ergebnis für das erste Quartal 2020: Hier sank die Zahl der Gästeankünfte gegenüber dem Vorjahresquartal um 20,7 Prozent auf knapp 6,0 Millionen und die Zahl der Übernachtungen um 15,8 Prozent auf rund 16,0 Millionen.

Die massiven Rückgänge im März 2020 betrafen durchweg alle Betriebsarten. Die höchsten Einbußen gegenüber dem Vorjahresmonat mussten die Jugendherbergen und -hütten (Gästeankünfte: -65,5 Prozent, Übernachtungen: -58,9 Prozent), die Campingplätze (Gästeankünfte: -65,4 Prozent, Übernachtungen: -59,0 Prozent) und die Hotels (Gästeankünfte: -63,5 Prozent, Übernachtungen: -60,5 Prozent) hinnehmen. Mit einem Minus von 33,5 Prozent bei den Gästeankünften und von 22,9 Prozent bei den Übernachtungen traf es die Vorsorge- und Rehaeinrichtungen noch am geringsten.

In den Regierungsbezirken nahmen die Gästeankünfte im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat zwischen 65,0 Prozent in Mittelfranken und 55,0 Prozent in Niederbayern ab. Bei den Übernachtungen lag die Spanne zwischen -60,6 Prozent in Mittelfranken und -45,4 Prozent in Unterfranken.

 

In Ostbayern waren im März 55,4 Prozent weniger deutsche Gäste gekommen, also noch im Vormonat. Die inländischen Übernachtungszahlen sind um 49 Prozent gesunken. 

 

Aufgrund der CoViD-19-Pandemie wurden im März 2020 zunächst zahlreiche Messen, Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen, Freizeitangebote usw. abgesagt bzw. eingeschränkt. Dazu kamen weltweite Reisewarnungen für Touristen sowie Grenzschließungen. Seit Einführung der Reisebeschränkungen ab 18. März 2020 können die Beherbergungsbetriebe ihre Übernachtungsmöglichkeiten nur noch für notwendige, jedoch nicht mehr für touristische Zwecke anbieten. Noch größere Auswirkungen der „Corona-Krise“ auf die Tourismusergebnisse sind daher im April 2020 zu erwarten. Bereits im Laufe des März haben viele Häuser ihren Betrieb vorübergehend geschlossen.

In das vorläufige Ergebnis für den Monat März gingen Meldungen von 94,9 Prozent der bayerischen Beherbergungsbetriebe ein. Die Angaben der Betriebe, von denen bislang keine Informationen für März 2020 vorlagen, wurden geschätzt. Damit sind diese vorläufigen Ergebnisse trotz aller Einschränkungen in hohem Maße repräsentativ. Das Bayerische Landesamt für Statistik dankt hierfür insbesondere den Beherbergungsbetrieben für ihre große Meldebereitschaft auch in der aktuell schwierigen Situation.

 

Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik