Warnhinweise nach Häufung von Trickdiebstählen in Geschäften

Die Häufung von Trickdiebstählen mit einer besonderen Masche veranlasst das Polizeipräsidium Oberpfalz eine entsprechende Warnung an Laden- und Geschäftsbesitzer herauszugeben. Die Vorgehensweise des bisher unbekannten Täters ist immer die gleiche und sei an einem aktuellen Fall in Hirschau aufgezeigt.

Dort betrat der Unbekannte am 26.01.2015, gegen 16.30 Uhr, ein Geschäft für elektrische Haushaltsartikel und gab der Besitzerin vor etwas kaufen zu wollen. Offensichtlich ohne das Gesuchte gefunden zu haben verließ er den Einzelhandelsladen wieder. Dabei manipulierte er offensichtlich an der Türglocke und setzte diese außer Funktion. So gelang es ihm wenig später unbemerkt in das Geschäft zu gelangen. Die Besitzerin hielt sich zu dieser Zeit in den hinteren Räumen auf und bekam nicht mit, dass sich ein „Kunde“ in den Verkaufsräumen befindet. Der Täter entwendete aus der Registrierkasse etwa 600 Euro Bargeld. Unerkannt verließ der das Geschäft und verschwand.

Offensichtlich der gleiche Täter war am selben Tag auch noch in Schwarzenfeld, und Neunburg vorm Wald  aktiv und ließ auch dabei geschädigte Ladenbesitzer zurück.

Seit den Sommermonaten 2014, als er erstmals in Schmidmühlen,  Burglengenfeld und Rötz auftrat, zieht sich seine Spur schwerpunktmäßig durch die mittlere Oberpfalz aber auch kleineren Städten in Oberfranken und Mittelfranken.  Die Städte wechselten, die Masche blieb. Dies nicht ohne Grund, denn bei etwa 40 Taten steht eine Beute von etwa 19.000 Euro auf der Habenseite.

Derzeit konzentriert sich der Tatverdacht auf einen etwa 1,80 m großen und etwa 45 Jahre alten Mann mit schlanker Figur. Er hat ein gebräuntes, pockennarbiges Gesicht, eine gepflegte Erscheinung und spricht hochdeutsch. Möglicherweise agieren auch mehrere Täter zusammen?

Beim erneuten Auftreten dieses Mannes wird gebeten unverzüglich die Einsatzzentrale des PP Oberpfalz unter der Notrufnummer 110 zu unterrichten.

Vor dem Hintergrund dieser Diebstahlsmasche richtet sich an  Geschäftsbesitzer die Bitte ihre Türklingeln und Durchgangsmelder dahingehend zu überprüfen, ob der Sicherungsmechanismus in beschriebener Weise außer Betrieb gesetzt werden kann.

Der Markt bietet schon in einem Preissegment ab 50 Euro entsprechende Alternativen um sich vor der Masche zu schützen. Bei der Anbringung ist darauf zu achten, dass weder ein Umgehen noch ein Übersteigen möglich sind. Gegebenenfalls stehen die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Regensburg (0941/506-2775), Amberg (09621/890-275) und Weiden (0961/401-258) als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

pm