Waldmünchen: Asylbewerber zu Unrecht beschuldigt

Ein 17-Jähriger aus Waldmünchen hat am vergangenen Donnerstag (23.06) vier Jugendliche beschuldigt, ihn körperlich angegriffen zu haben. Jetzt stellte sich heraus: Der Angriff hat nicht stattgefunden. Die Meldung der Polizei:

Am letzten Donnerstagabend, 23.06.16, erstattete ein 17-jähriger Waldmünchner persönlich bei der Polizeistation Waldmünchen Anzeige, dass er kurz vorher im Waldmünchner Stadtpark wegen einer Zigarette von vier ebenfalls jugendlichen Asylbewerbern angegangen wurde. Nach seinen Angaben wurde er zu Boden geschubst und ins Gesicht geschlagen, wodurch er leichte Verletzungen erlitt. Bei einer sofortigen Fahndung und Nachschau nach dem möglichen Täter zusammen mit dem Geschädigten wurde ein ebenfalls 17-jährigen somalischen Asylbewerber in einer Waldmünchner Wohngruppe festgestellt, der vom Verletzten sicher als Täter benannt wurde. Nach Feststellung der Personalien aller Beteiligten begab sich der Geschädigte in ärztlich Behandlung.
Die weiteren polizeilichen Ermittlungen in den folgenden Tagen und Zeugenaussagen ließen dann jedoch an dem vom Verletzten geschilderten Tatablauf Zweifel aufkommen. Bei seiner schriftlichen Vernehmung gestand dann der 17-Jährige bei der Polizei schließlich, dass es das Geschehen im Stadtpark in Wirklichkeit nicht gegeben hatte.  Er räumte ein, den ihm von früher bekannten jugendlichen Asylbewerber zu Unrecht beschuldigt zu haben. Der Polizei gegenüber benannte er auch das Motiv für seine falschen Angaben und wie seine Verletzung tatsächlich zustande kam. Damit ist nun der junge Waldmünchner selbst zum  Beschuldigten der weiteren polizeilichen Ermittlungen geworden. Er sah seinen Fehler ein und möchte sich selbst noch bei den zu Unrecht ins falsche Licht geratenen jugendlichen Asylbewerbern entschuldigen.
PM/MF