Wahlkampf ums Kelheimer Landratsamt: Neumeyer nimmt Fahrt auf

Dreieinhalb Wochen vor der Landratswahl in Kelheim hat  CSU-Kandidat Martin Neumeyer seinen Wahlkampf mithilfe der Laabertalbahn so richtig in Fahrt gebracht. Mit Unterstützung von Landtagspräsidentin Barbara Stamm wollte Neumeyer die Strecke zwischen Langquaid und Eggmühl für kurze Ansprachen und politische Diskussionen nutzen. Der Plan ging aber nicht ganz auf. Denn die Fahrt mit der Bockerlbahn lockte soviele Unterstützer, dass der Wagon schon vor der Ankunft des Kandidaten voll besetzt war.

Kurzerhand verlegte man den offiziellen Teil der Wahlkampfveranstaltung  aus dem beengten Wagon auf den Bahnsteig. Barbara Stamm warb mit warmen Worten für ihren langjährigen Freund und politischen Weggefährten. Die beiden Politiker vereint, dass die Namensbestandteile ihrer Partei – christlich und sozial – für sie keine leeren Worthülsen sind: „Das Bemühen darum, die politischen Weichen so zu stellen, dass gesellschaftlicher Zusammengehalt gelingt.“, so beschreibt Stamm ihre größte Gemeinsamkeit mit Neumeyer.

Teilhabe für alle, dieses Prinzip will der langjährige Landtagsabgeordnete Martin Neumeyer im Falle seiner Wahl auch in der Wirtschaftspolitik im Landkreis beherzigen, zum Beispiel im Bereich Tourismus. Er setzt auf Inklusion. Die Region, die touristisch von Haus aus viel zu bieten habe, werde barrierefrei noch attraktiver. Die instabile weltpolitische Lage, so besorgniserregend sie auch ist, sei für den Tourismus in Deutschland eine Chance, die auch der Landkreis Kelheim nicht verstreichen lassen sollte.

Die weltpolitische Lage wird für den jetzigen Integrationsbeauftragten der Staatsregierung auch bei einer Rückkehr in die Kommunalpolitik weiter im Fokus stehen: etwa 1800 Flüchtlinge sind derzeit im Landkreis Kelheim. In Not geratenen Menschen aus Bürgerkriegsregionen müsse man helfen, sich in Deutschland zu integrieren, so Neumeyer. Gleichzeitig stellt er klar: auf Dauer kann der Zuzug an Asylsuchenden in den Landkreis nicht so weiter gehen, wie im vergangenen Jahr. Und wer kein Asylrecht genieße oder sich nicht an die Regeln halte, müsse gehen.

Für die neuen Aufgaben, die ihn möglicherweise ab dem 18. September erwarten, hatte Neumeyer sich auch geistlichen Beistand geholt – Lokführer war gestern Abend der Langquaider Pfarrer.

 

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