© Landeskriminalamt

Waffenarsenal in Painten ausgehoben

Aufgrund einer Strafanzeige, die bei der Staatsanwaltschaft Regensburg einging, durchsuchten Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) zusammen mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei von Dienstag, 18.11. – Donnerstag 20.11.14 ein Anwesen im Landkreis Kelheim.

Der Tatverdächtige, ein 59-Jähriger wurde verdächtigt, unter anderem in einem selbstgeschaffenen Bunkerraum zahlreiche Schusswaffen und Grundmaterialien zur Sprengstoffherstellung versteckt zu haben, ohne die erforderlichen Erlaubnisse zu besitzen.

Bei den Durchsuchungen wurde dann auch ein umfangreiches Waffenarsenal und viele Grundstoffe sichergestellt. Der Mann hatte in einem seiner Kellerräume einen sog. „atomsicheren Bunker“ eingerichtet, um seine Familie vor Angriffen schützen zu können. In diesem befanden sich neben einer Vielzahl von Waffen größere Lebensmittelvorräte und auch eine Luft- und Wasseraufbereitungsanlage. Da diese Räume besonders stabil gebaut waren mussten die Ermittler zu „Schwerem Gerät“ greifen und u.a. mit Bohrhämmern Wände und Böden einreißen.

In diesen drei Tagen wurden zwei vollautomatische Maschinenpistolen, 80 Langwaffen und 60 Handfeuerwaffen, ca. 20.000 Schuss Munition, ca. 20 kg Nitrocellulosepulver und ca. 20 kg Grundsubstanzen zur Herstellung von Sprengstoff aufgefunden.

Nach jetzigen Ermittlungsstand ist ein extremistischer Hintergrund nicht erkennbar. Die Staatsanwaltschaft Regensburg beantragte gegen den 59-jährigen Elektriker Haftbefehl, den das Amtgericht Regensburg am 19.11.2014 erließ. Die Ermittlungen dauern an.

 

pm