Vorläufige Wetterbilanz: Juli war viel zu nass

Der Juli 2017 ist nach einer vorläufigen Bilanz vor allem viel zu nass gewesen. Das ergab eine erste Auswertung der Daten von rund 2000 Stationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bundesweit fielen in dem Monat durchschnittlich rund 130 Liter Regen pro Quadratmeter, das vieljährige Mittel beträgt 78 Liter. Damit gehört der Juli 2017 nach diesen vorläufigen Angaben zu den zehn regenreichsten Monaten seit Beginn der Messungen im Jahr 1881.

Gleichzeitig sei der Monat mit einer Durchschnittstemperatur von 18,1 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittelwert 1,2 Grad wärmer gewesen, sagte ein DWD-Sprecher am Montag. Dabei habe es große regionale Unterschiede gegeben: So meldeten Itzehoe in Schleswig-Holstein und Hamburg jeweils nur zwei Sommertage mit Temperaturen von mehr als 25 Grad. In Waghäusel-Kirrlach, südlich von Mannheim, Ohlsbach bei Offenburg und in Regensburg gab es dagegen neun Tage mit Werten von mehr als 30 Grad.

Mit 195 Stunden Sonnenschein fehlten den Angaben zufolge nur sechs Prozent zum statistischen Durchschnittswert von 212 Stunden Sonnenschein. Auch hier gab es je nach Region sehr unterschiedliche Werte: Im Südwesten schien die Sonne in einem Gebiet vom Bodensee bis nach Passau örtlich etwa 250 Stunden. Im Weserbergland und im Harz gab es dagegen gebietsweise nicht einmal 150 Sonnenstunden im Juli.

dpa/MF