Vermisstenfall: Vater und Onkel müssen vor Gericht

Der Vater und der Onkel des fünfjährigen Mädchens aus Parsberg, dessen angebliche Entführung im März für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt hat, müssen sich schon bald vor Gericht verantworten. Das hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gegenüber TVA bestätigt.

Anlass dafür war die Vermisstenmeldung des Vaters: Dieser hat sein fünfjähriges Kind im März als vermisst gemeldet, es soll entführt worden sein. Nach einer tagelangen groß angelegten Suchaktion, kam dann aber die Wende: Die Polizei geht nicht mehr von einem Vermisstenfall aus. Das Mädchen sollte sich in der Obhut ihres Onkels in Berlin befinden. Schon bald darauf wurde das Kind bei ebenjenem aufgegriffen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, eine Straftat vorgetäuscht zu haben. Die beiden müssen mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen. Einen Termin für den Prozess gibt es allerdings noch nicht.

LS/MF