Vermisste Malina: Suche wird eingeschränkt

Im Fall der vermissten Studentin Malina K. aus Regensburg plant die Polizei keine größeren Suchaktionen mehr. «Im kleinen Stil suchen wir nach wie vor nach Malina, aber davon wird die Öffentlichkeit nichts mitbekommen», sagte ein Polizeisprecher. Hubschraubereinsätze seien aber weiterhin vorgesehen, auch mit der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" ist die Polizei bereits in Kontakt.

Seit über einer Woche wird nach der 20-Jährigen gesucht. Unter anderem kamen Leichenspürhunde, Taucher und Hubschrauber zum Einsatz. Das Handy der Vermissten sei mittlerweile ausgewertet worden, bestätigte der Polizeisprecher. Aber das Verschwinden der jungen Frau bleibt ein Rätsel. Nun prüft die Polizei, ob der Fall in der Sendung «Aktenzeichen XY» ausgestrahlt werden soll.

 

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Malina K. wird seit dem 19. März vermisst. Sie war auf dem Heimweg von einer Party verschwunden. Kurz zuvor hatte sie noch mit einer Mitbewohnerin telefoniert, um sich nach dem Weg zu erkundigen. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich nach eigenen Angaben im Regensburger Stadtpark. Ihr Handy fand ein Spaziergänger nur wenig später im wenige Hundert Meter entfernten Herzogspark am Donauufer.

Facebook-Aktion des Vaters

Derweil will Malinas Vater nun über eine eigene Facebook-Seite auf den Fall aufmerksam machen und möglichst den entscheidenden Hinweis entgegennehmen. Dazu hat er eine eigene Crowdfunding-Aktion gestartet:

Die Mitteilung der Polizei

Die Suchmassnahmen der Kripo Regensburg nach der seit Sonntag, 19.03.2017, vermissten Studentin dauern an und werden ermittlungsspezifisch sowie lageangepasst fortgeführt. Der entscheidende Durchbruch zur Aufklärung des Sachverhaltes blieb den Ermittlern allerdings bisher verwehrt.

Die Sachbearbeiter der Kripo Regensburg besprachen und bewerteten am heutigen Tag die Ergebnisse ihrer bisherigen Ermittlungen und der großflächig angelegten Suchmassnahmen Ende vergangener Woche und dem Wochenende, bei denen neben einer Vielzahl an Polizeieinsatzkräften geschlossener Einheiten, Fährtenhunden, Leichenspürhunden, Polizeihubschrauber und Polizeitaucher zum Einsatz kamen.

Mit den Suchmaßnahmen überprüfte die Kripo Regensburg den mutmaßlichen Weg der 20-jährigen Malina, den sie seit Verlassen der Gastwirtschaft in der Galgenbergstraße am Sonntag in den frühen Morgenstunden zurückgelegt haben dürfte.

Die großflächig angelegten und intensiv durchgeführten polizeilichen Maßnahmen, als auch die Überprüfung der bislang vielen Hinweise, die bei der Kripo Regensburg eingingen, erbrachten allerdings bis dato nicht die entscheidende Spur, die zur vermissten Studentin führt.

Die Kripo Regensburg bearbeitet alle Hinweise, auch länderübergreifend, akribisch und mit Nachdruck. Ergebnisse zu einzelnen Hinweisen werden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben, weil in dem Vermisstenfall für die Ermittler derzeit immer noch unklar ist, ob die Studentin einem Verbrechen, einem Unfall- oder sonstigen Geschehen zum Opfer gefallen ist. Es ergeben sich anhand der bisherigen Ermittlungen keine klaren Anhaltspunkte, die eine bestimmte Einstufung des Falles zulassen würden.

Nichts desto trotz führen die Ermittler anhand der permanenten Bewertung ihrer Ermittlungserkenntnisse lageangepasst und spezifisch Überprüfungen, Ermittlungen oder Absuchen vor Ort durch. Großflächig angelegte Suchmaßnahmen unter dem Einsatz von Spezialkräften bzw. Kräften von geschlossenen Einheiten der Bereitschaftspolizei wurden heute nicht durchgeführt. Die weitere Entwicklung muss abgewartet werden. Sie richtet sich lageangepasst nach den Auswertungen der Ermittlungserkenntnisse der Kripo Regensburg.

Nach wie vor bittet die Kripo in Regensburg die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vermisstenfall unter der Rufnummer 0941/506-2888.

 

 

 

dpa/Pressemitteilung/MF