Vermisste Malina Klaar: Taucher beenden erfolglose Suche am Donauufer

Die Suche nach der 20-jährigen Malina Klaar verläuft weiterhin erfolglos. Nachdem sich die Polizei vor allem auf den Donauuferbereich beim Regensburger Herzogspark konzentrierte, wird es am Wochenende wohl keine weiteren Suchaktionen geben. Zunächst waren Beamte und Leichenspürhunde auf Booten eingesetzt worden, am Freitag wurden auch noch Polizeitaucher hinzugezogen. Die Hunde schlugen dabei immer wieder an mehreren Stellen an, doch die Suche der Taucher ergab keinen Hinweis auf den Verbleib der jungen Studentin. Die Polizei ist weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

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Die Suche nach der vermissten Regensburger Studentin geht weiter. Nachdem am Donnerstag die Suche per Boot erfolglos war, wurden im Laufe des Freitags Polizeitaucher eingesetzt. Zuvor hatten Leichenspürhunde auf Höhe des Herzogsparks wiederholt angeschlagen.

Am Donnerstag sind neben zwei Polizeibooten drei Leichenspürhunde hinzugezogen worden. Im Bereich eines Zulaufs der Kanalisation haben auch alle Hunde Zeichen gegeben und gebellt. Doch ihre Hundeführer konnten das nicht als sichere Hinweise werten. Seit dem Wochenende wird in Regensburg die 20 Jahre alte Malina Klaar - eine Studentin - vermisst. Sie war nach einer Party nicht mehr nach Hause zurückgekehrt.

 

Reporter Matthias Feuerer war am Freitagvormittag live vor Ort

Nachdem die Suche für den Donnerstag abgeschlossen war, hat die Polizei noch eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin wird auch erwähnt, dass mittlerweile die Handtasche der vermissten jungen Frau aufgetaucht ist. Sie lag noch in der alten Mälzerei, wo Malina bis in die frühen Stunden des Sonntags gefeiert hat. In einer voraus gegangenen Beschreibung der Vermissten hatte die Polizei noch eine Handtasche erwähnt, geht jetzt aber davon aus, dass sich Malina ohne Tasche auf den Nachhauseweg gemacht hat.

 

Die neueste Pressemitteilung der Polizei:

Von Freitagvormittag:

Im Zusammenhang mit der Suche nach der vermissten Studentin prüfen die Ermittler der Kriminalpolizei Regensburg am Freitagvormittag, 24.03.2017 zusammen mit Spezialisten der Bayerischen Bereitschaftspolizei ob weitere Suchmaßnahmen in der Donau möglich sind. Die Bemühungen der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg den Aufenthaltsort der jungen Frau festzustellen laufen nach wie vor auf Hochtouren. Über die bisher durchgeführten, umfangreichen Suchmaßnahmen hinaus sind weiterhin alle Streifenbeamten im Stadtgebiet Regensburg besonders sensibilisiert und halten nach wie vor Ausschau nach der Gesuchten oder nach Hinweisen zum Verbleib der jungen Frau.

 

Von Donnerstagabend:

Im Zusammenhang mit den Suchmaßnahmen nach der vermissten Studentin ergaben sich Donnerstagvormittag, 23.03.2017 durch den Einsatz von Spezialisten der Bayerischen Bereitschaftspolizei auf und in der Donau keine konkreten Erkenntnisse zum Verbleib der jungen Frau. Die Suchmaßnahmen nach der Vermissten Malina Klaar, die von der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg mit hohem personellem und zeitlichem Aufwand durchgeführt wurden und werden, laufen nach wie vor auf Hochtouren.

Keine konkreten Erkenntnisse zum Verbleib der gesuchten Studentin ergaben sich durch den Einsatz von Spezialisten der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg am Donnerstagvormittag. Die Beamten haben den Uferbereich vom Boot aus und mit Hilfe von Stöcken zum Abtasten von ins Wasser ragenden Ästen und Gegenständen in Augenschein genommen.

Bei einer weiteren Suchmaßnahme mit drei Diensthunden, die auf einem Boot am südlichen Donauufer entlang gefahren wurden, bellten diese auf Höhe eines Oberflächenwasserzulaufes. Eine Entscheidung, ob und welche Maßnahmen aus dieser Reaktion der Hunde resultieren, steht noch aus.

Zu einem Einsatz von Polizeitauchern kam es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wie beispielsweise den aktuellen Sichtverhältnissen unter Wasser, des Pegelstandes und der Fließgeschwindigkeit am Donnerstag nicht. Überprüft wurden bei dem Einsatz auch die Liegeplätze verschiedener Schiffe, die im Bereich zwischen Steinerner Brücke und Nibelungenbrücke befestigt sind. Auch hier ergaben sich keine Hinweise.

Die bisherigen Auswertungen des Handys der Gesuchten bestätigen die polizeilichen Annahmen, wo sich die Vermisste am Sonntagmorgen aufgehalten hat. Erkenntnisse zum aktuellen Aufenthaltsort der Studentin haben sich dabei nicht ergeben.

Zwischenzeitlich konnte eine zurückgelassene Handtasche, die in dem Lokal, in dem sich die Gesuchte am Sonntagmorgen aufgehalten hat, der Vermissten zugeordnet werden. Demnach dürfte die junge Frau entgegen der bisherigen Beschreibung auf ihrem Weg keine  schwarze Tasche bei sich gehabt haben.

Zukünftig werden sich die polizeilichen Bemühungen bei der Suche nach der jungen Frau, vorbehaltlich weiterer Entwicklungen, nach und nach hin zu einer büromäßigen Bewertung und Abarbeitung der bislang gewonnen Erkenntnisse verlagern. Sobald sich dabei neue Erkenntnisse oder Ansatzpunkte ergeben, sind jederzeit neue kurzfristige Suchaktionen oder Überprüfungen möglich. Die Suche nach der Studentin dauert an.

 

Spürhunde auf der Donau unterwegs

Die Spürhunde sind nacheinander am Donnerstag und Freitagvormittag zum Einsatz gekommen. An einer Stelle - nur wenige Meter flussabwärts vom Fundort des Handys - bellte einer der Hunde immer wieder. Allerdings war das genau auf der Höhe eines Zulaufs der Kanalisation. Laut eines Polizeisprechers könnten den Hund hier auch andere Gerüche getäuscht haben. Die Polizeihundeführer werteten das Verhalten ihrer Hunde im Anschluss aus. Allerdings konnte auch hier kein konkreter Hinweis auf einen menschlichen Körper unter Wasser festgestellt werden.

Zuvor waren schon zwei Polizeiboote ohne Hunde im Einsatz. Zwar waren die Polizisten mit langen Stecken ausgerüstet, doch weder am mit Ästen verwachsenen Uferbereich oder an den Brückenpfeilern waren die Beamten erfolgreich. Bei ihrer Suche konzentrierten sie sich auf persönliche Gegenstände und Kleidungsstücke der Vermissten.

Die bisherigen Anhaltspunkte auf der Karte eingezeichnet

So verläuft die Suche der Polizei

Polizeisprecher Albert Brück sagte gegenüber TVA, dass sich die Suche als sehr schwer gestalte. Man konzentriere sich natürlich auf den Uferbereich der Donau, da dort zum Einen das Handy der Vermissten gefunden wurde, und diese zum anderen die Donau auf ihrem Heimweg hätte überqueren müssen. Nachdem man bereits die Suchaktionen im Fürst-Anselm-Park und im Stadtpark erfolglos beendet hatte, hofft die Polizei auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Konkrete Hinweise hat die Polizei nach wie vor nicht, trotzdem betont Polizeisprecher Albert Brück, vor voreiligen Schlüssen oder Vermutungen Abstand zu halten. Das sei für Niemanden zielführend.

Polizeisprecher Albert Brück

In den vergangenen Tagen haben wir bereits über den Fall berichtet

Personenbeschreibung der vermissten Malina Klaar

Nachdem sie bis zum Nachmittag nicht nach Hause gekommen war, erstatteten die Eltern die erforderliche Vermisstenanzeige. Demnach befindet sich die Malina erst seit einigen Wochen zum Studium in Regensburg und ist dementsprechend noch nicht recht ortskundig. Ansonsten wird sie als gesund und zuverlässig beschrieben.

Beschreibung:

  • 167 cm groß, schlank
  • braune, schulterlange, lockige Haare
  • bekleidet mit schwarzer Hose, schwarzen Schuhen, braune Wolljacke
  • auffällige Halskette mit Lederband u. silb. Schnecke als Anhänger

Der Aufenthalt von Malina konnte mit den bisherigen Ermittlungen noch nicht herausgefunden werden. Die KPI Regensburg bittet die Bevölkerung weiterhin ihre Wahrnehmungen zur relevanten Zeit unter der Rufnummer 0941/506-2888 mitzuteilen.

 

PM/MF/MB/LH