Vergleichsverhandlung: Krones zahlt knapp 100 Millionen Euro

Der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones aus Neutraubling hat einen langjährigen Rechtsstreit in den USA mit einem millionenschweren Vergleich beigelegt. Die Einigung umfasst Zahlungen in Höhe von 125 Millionen US-Dollar (98 Millionen Euro). 


 

Der Rechtsstreit war nach der Pleite der US-Getränkefirma Le-Nature’s entstanden. Krones hatte im Jahr 2005 und 2006 für deren Standort in Phoenix/Arizona Abfüllanlagen für rund 100 Mio US-Dollar produziert, geliefert und in Betrieb genommen. Nach der Pleite des Limonadenherstellers meldeten Gläubiger von Le Nature’s Schadensersatzforderungen bei Krones an. Deren Vorwürfe gegen den Neutraublinger Getränkeabfüllanlagen: Krones hätte Hinweise auf angebliche Betrügereien von Le-Nature’s nicht ernstgenommen. Außerdem hätte Krones Gelder unerlaubt rücküberwiesen bzw. weitergeleitet. Auch sei die Vertragssumme nicht klar genug genannt worden.

Krones hatte sich auf ein Vergleichsverfahren mit den Gläubigern von Le-Nature’s geeinigt, um ein Zivilverfahren in den USA zu vermeiden. Die Einigung beihaltet Vergleichszahlungen von 110 Mio US-Dollar an die Klageparteien zuzüglich einer Zahlung an die US-Staatskasse in Höhe von 15 Mio. US-Dollar. Nach Berücksichtigung von Versicherungsleistungen verbleibt bei Krones eine Nettogesamtbelastung in Hohe von circa 100 Mio US-Dollar (78 Mio Dollar). Die Vergleichssumme hatte der Konzern schon aus Rückstellungen in diesem und vergangenem Jahr gebildet.

JE